Meeres-Frau

Am Meer und am Strand ,
stand eine Frau wie gebannt.
Ihr Herz, es war so schwer,
sie spürte die Macht des Meeres nicht mehr.
Ihr Herz war aus Stein ,
geschützt sollte es sein,
die Tränen hatte sie in sich verschlossen ,
manch eine hätt sie dafür verstoßen.

Die salzige Luft umweht sie,
die Sonne auf der blassen Haut steht ihr gut ,
mit zögernden Schritten, fasst sie den Mut ,
sie schreitet voran in die tosenden Wellen,
muss sich zügeln um nicht ihren Schritt zu verschnellen .
Vom Strand hört sie einen Hund nun bellen.

Eine Frau erscheint,
ihr Kleid aus glitzernder Gischt,
das Gesicht sieht sie durch das Sonnenlicht nicht.
Doch die Augen so blau,
das Kleid im grün des Pfau ,
hört sie die Worte der anderen Frau genau .

‘ Hast du verloren deine Träume,
löst sich dein Leben auf in Schäume und Gischt?
Glaubst du ich vergesse? So ist es nicht .
Ich bin immer da,
in Regen, Nebel, Tau und deinen Tränen sogar.
Im Fluss und heiligem Brunnen und im Fels der Höhlen bin ich zugegen,
glaubt ihr denn ihr könntet ohne mich leben?
Ich bin bei euch,
vom Anbeginn der Zeit ,
doch nun ist es leider soweit ,
das viele ihr Herz, wie Du verschliessen,
nur um nicht mehr ihre Gefühle leben zu müssen.
In meinen Tiefen, selbst in dunkelster Tiefsee Nacht,
hat es das Leben geschafft.
Wenn ihr mich anruft,
dann bin ich da,
So wie es einst auch war.
Hört ihr nicht die leise Stimme?
Spürt ihr nicht, etwas außerhalb eurer Sinne?
Ich wasche dich mit meinen Fluten rein,
damit du Leben und wandeln und bestehen kannst und Sein.’

Die grüne Frau nahm der anderen ihre Hände ,
ging mit ihr behände in das Meer ,
sie spürte die Kraft des Salzwassers sosehr.
Muscheln bildeten am Land,
von Wellen bewegt einen Kreis ,
und in manch Muschel singt dieses Lied ganz leis.

by NB

Witches’Craft (Gedicht)

Drei mal Drei ist die Potenz der Hexerei,
Salbei macht deine Gedanken frei,
Malachit um die Augen gelegt,
einen Zauber in ein Lied gewebt.
Mit Tore ohne Schlüssel  erreichst dein inneres Wissen,
darfst dabei den Kessel nicht missen.
Spür in dich hinein,
sei verbunden ganz zu sein,
hör die Stimmen in den Bäumen,
darfst dein Schutzkreis gut umzäunen.

Mit Tinkturen und Gedanken,
bringst manche Ansichtsweise der Welt du ins wanken.
Spür die Ahnen,
höre die Lieder,
die nun erklingen wieder.
Ein Chant, der Götter und Göttinnen Namen genannt,
lässt dich tanzen ganz frei,
denn du spürst, sie sind dabei.

Mit Runen und Steinen baust du einen Kreis,
oder ohne ,lebst auf deine eigene Weis,
dein Selbstvertrauen wächst ,
du doch bleibst bescheiden ,
damit du nicht den Boden verlierst,
will ich dir meinen.

Hör die Stimme, die in dir flüstert,
Hör die Stimme in Feuer, Wind und Erde,
auf das du zu Dir werde ,
Spür die Heilung aus den göttlichen Tiefen,
Hör die Stimmen die dich riefen.

Verbunden sind wir ,
ein ewiger Kreis,
jeder geht und lebt sein Leben dabei –
auf seine Weis.

NB )O(