Spirituelles Leben vs Spirituell Leben

Zur Zeit sind meine Gedanken sehr untriebig und tiefgründig.
Alles fliesst ineinander bei mir, ihr merkt es schon.
Spirituelles Leben ..was ist das?
Ist das , das man abgehoben nur in seiner Kammer sitzt, ein Ritual nach dem nächsten vollzieht und nur noch mit magischen Begriffen um sich schmeißt?
Der Weihrauch atmet und ausstößt?
Sind die Leute dadurch besser?
Ist das ‘reale’ Leben dadurch schlechter?
Ein wenig hat es was von Huhne und Ei wobei immer eine Fraktion auf ihren Standpunkt bestehen wird das das Gegenteilige schlecht ist.
Bei den L&L -Leutchen zählt nur der Geist. Das Spirituelle . Sie verdammen insgeheim das alltägliche Leben.
Manche Hexenkreise haben ein totalitäres System wo gelebte Spiritualität (und eigenständiges erlernen) niedergedrückt wird. Hohepriesterin hat immer Recht! (Achtung IRONIE , es gibt auch gute Kreise wo dem NICHT so ist.)
Grade in unserer Untergrundkultur wird viel, trotz Gefühl, in Schubladen gesteckt. Da ist man keine Hexe nur weil man mit Kristallschädeln arbeitet oder kein reinrassiges mit Abstammung klassifiziertes Pantheon verehrt.

Wir haben heute teilweise einen Luxus den unsere Ahnen nicht hatten..
Wir kommen an alle tollen Ritualgegenstände und Bücher ran.
Wissen und Austattung Check.
Ja…..
Aber was ist mit dem inneren Wissen? Mit gelebter Liebe und Vertrauen? Muss ein spontanes Ritual , ohne Gegenstände oder ein zu später Stunde geflüstertes Gebet an einem Feiertag schlechter sein als ein Super-Ritual? Ist wie bei den Edelsteinen..Die normalen Kiesel finden kaum beachtung mehr. Ich habe ‘Verbindungsteine’ von meinem liebsten Heiligtum die sind unscheinbar..aber stärker als mancher Kristall.
Diesem nicht greifbaren aber richtigen Gefühl das man grade jetzt, während man arbeitet, eine Geistreise machbar ist?
Ist man weniger spirituell?

Im Zen-Buddhismus und Shintoismus(der japanischen Naturreligion) sind die Übergänge fliessend.
Da wird Boden schrubben heilig.
In manche Suppe geb ich eine Prise Liebe oder Schutz.
Nix mit Schema ABC.

Man brauch nur tolle Sachen am besten von ABC.
Nein…
Spirituell leben heisst für MICH persöhnlich das ich immer Achtsam im Jetzt bin, meine Göttin spüre ..Oder das ich meinen Hexenbeutel minimiere und nur das wichtigste mitnehme. Ein kleines BoS reicht für Eingebungen, wenn sie bedeutend bleiben kommen sie ins große..Vielleicht.
Da wird ein Waldspaziergang zum Medizin-Walk , ein Foto zur späteren wieder Kontaktaufnahme.
Alles will geheiligt werden oder nichts ist heilig.
In einem Buch stand, was ich sehr bewundere ‘Die Göttin ist überall mit uns, selbst aufm Klo.’ . Da lassen wir los , ganz primär.

Den Himmel als Hexenhut tragen, im Wind gekleidet, das Lieblingselemt im Herzen, die Schuhe der Hexe sind die Erde selbst .(Der Anfang stammt aus Terry Pratchetts ‘Kleine freie Männer’ , ein großartiger Schriftsteller der viel von echter Magie in seine Scheibenwelt-Romane einbringt).

Am Computer geistige Dimensionen geöffnet, ein Tor zur Anderswelt betreten.
Ihr merkt..viel ist magie und heilig, heilige Magie, wenn wir die Augen öffnen.
Die Äußeren wie inneren.
In dem Sinne ..blessed be )O(

7 thoughts on “Spirituelles Leben vs Spirituell Leben

  1. Alexis Sólveig Freysdóttir says:

    sehr schön!! 🙂

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    • veledalantia says:

      Danke Liebes ❤

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      • Alexis Sólveig Freysdóttir says:

        Ich mag deinen Ansatz 🙂

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      • veledalantia says:

        *rotwerd*
        So denk und fühl ich.
        Ich kann und will nicht nur alles spirituell sehn wie manche Kreise. Entweder kann jede Handlung ein Ritual, eine Danksagung sein oder nichts. Und oft wird man danach sogar belohnt, auf die eine oder andere Weise 😉 Sing sogar manchmal auf meiner Arbeit Chants hehe.

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      • Alexis Sólveig Freysdóttir says:

        Ich finde, dass es sehr wichtig ist, solche Rituale und Handlungen in alle Bereiche seines Lebens einzubeziehen. Es wäre schade etwas auszuklammern. Das würde doch nur wieder unnötig Trennung erzeugen. Das Göttliche ist (für mich) in jedem Aspekt des Lebens zu finden.

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      • veledalantia says:

        Stimm ich dir voll und ganz zu 🙂
        Sicher ist es schön einen Altar und den ganzen ‘Kram’ zu haben..doch..heilige Handlungen entstehen aus dem Lebendigen und meist nicht nach Schema F. Und manche Götter und Göttinnen können auch sehr…’Un’göttliche Dinge mit uns vorhaben, etwas wo wir denken ‘Was willst du?! ‘ Und dann sollte man vertrauen..und sei es das man auf dem freien Feld mit den Elementen spricht

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  2. hexesofia says:

    Super schöner Beitrag! Ja, ich empfinde es auch oft so, dass reales und spirituelles Leben wie “auf zwei verschiedenen Welten” stattfinden. Dabei geschieht es gleichzeitig. Hexe sein bedeutet für mich, bewusst durchs Leben zu gehen und die Dinge wirklich WAHRZUNEHMEN, die um mich herum sind. Denn in allem wohnt der Geist inne und Spirit IST Geist.

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