An die spinnende Frau

Ich sitze hier,

die Spindel in meiner Hand,

diese Kunst ist mir ganz unbekannt.

Weben kann ich mit Worten,

deinen Boten,

doch den Faden spinnen fällt mir schwer.

Da erscheint aus dem Dunkel meiner Seele,

SIe, die das Netz des Lebens webt.

Arachne, Frigg genannt,

wurde sie verkannt und ihr Webstuhl in die Finsternis verbannt.

“Vertrau mir Tochter,

sieh genauer hin,

das spinnen erfordert keinen gedanklichen Sinn.

Es liegt in dir,

wie der Faden,

an dem du findest deine Gaben.

Sie liegen in dir,

verborgen wie in einem Kokon,

hast Angst zu erkennen deine Macht,

Leben um Leben wurden wir alle darum gebracht.

Hör auf das leichte Surren der Spindel,

dreh sie sacht,

und du erkennst stück für Stück deine Macht.”

“Warum sagst du das, mir wird bange,

das Leben ist wie eine Zange.

Hält mich fest,

ich komm nicht fort,

weg von diesem Ort.”

“Mein Kind hör mich an,

das warum im Jetzt erkennst du dann,

gehst du in Dich,

um Mich dort zu treffen,

zu sprechen zu wirken,

wie einst unter den Birken.

Machtlos ist keine von euch,

wo ihr euch befindet,

der Faden der Magie und Lebens ist, die uns verbindet.

Nun fang an zu spinnen,

hol es dir zurück.

Und sieh..das du mitweben kannst am Nornengeschick.”

by Veleda Alantia

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3 thoughts on “An die spinnende Frau

  1. bairdwh says:

    Reblogged this on Schreiben, Lesen und andere Buchstabensalate and commented:
    Spinnen steckt an und stärkt die Spiritualität 🙂

  2. wildewoelfin says:

    Der Lebensfaden, der uns verbindet *hach*
    So schön.
    Danke dir

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