Samhain – Märchen

Diese Geschichte wurde mir auf einem stillen Friedhof anvertraut. Er liegt mitten im Herzen einer lebendigen Stadt. Die Naturwesen wachen über jenen Ort der schon seid 189 Jahren existierte. Freud und Leid hatte er gesehen. Geheimnisse und Offenbarungen lagen unter dem Stein der teils kunstvollen Grabmäler. 

Der Herbst hatte das Land in seine Umarmung gezogen. Blätter fielen und bildeten eine Decke auf so manches Grab. Was die geschäftigen Menschen nicht mehr wahrnehmen konnten war das die Toten nicht immer tot blieben. Gerade in den Zeiten zwischen den Zeiten ,wo Leben und Tod sich die Hände zum Tanzen reichten, wenn die Nebel manch Sehenden alte Magie neu offenbarten, dann kamen sie als Geister zurück. Viele bedauerten nicht mehr am Leben zu sein, wollten sich nicht fügen.

Frau Tod ging umher und bot jedem ihre Gaben an. Vergessen und Wiedergeburt..aber auch Treffen mit ihren Familien schenkte sie her.So wie sie Königin des Todes war , so war sie zugleich auch Herrin des Lebens.

An einem Mausoleum angelangt sah die Göttin eine junge Tote. Sie weinte bitterlich ,knickste vor der Göttin. “Warum weinst du Kind?” fragte die Todes Frau  voller Mitgefühl. “Ich vermisse meinen Liebsten so.Oh Herrin..könnte ich ihn doch nur einmal im Fleische sehen.” Das Herz der Göttin war nicht aus Stein und so schenkte sie ihr die Stunden von Samhain als Lebende.

Ihre Seele, nun in Fleisch und Spitze gekleidet , fand das Haus ihres einstigen Geliebten. Mit flatternden Herzen klopfte sie an die Tür und eine schöne Frau öffnete ihr.

“Ich suche den Herrn des Hauses…Ich..war..bin seine Verlobte.” Die Frau runzelte die Stirn.”Das kann nicht sein.Ich bin seine angetraute Frau. Sie müssen sich irren.”

Das Herz der jungen Toten brach entzwei.Sie stiess einen Fluch aus.Da sie früher eine Hexe gewesen war bekam ihr Fluch mit dem Wort der Macht,in Zorn ausgesprochen erst recht Kraft und  Gewicht.

Danach stürzte sie sich in einen Fluss wodurch sie zweifachen Frevel begang.

Die Göttin aber liess das nicht gelten.Den Fluch wandte sie in Segen um.Denn der Mann hatte seine verstorbene Verlobte nie vergessen und hielt regelmässig am Grab Zwiesprache.

Der Toten jedoch..nun in den Mantel des Hasses gekleidet, erwartete ein andres Schicksal.

“Vergangen hast du dich an meinen Geschenken.Sowohl das geheime Wort als auch den Fluch war nicht dein Recht.Mein Urteil lautet…du wirst erst dann wieder Ruhe finden wenn du diese Familie,die deine hätte sein können, beschützt. Als Schutzgeist wirst du wachen bis deine Schuld abgegolten ist. Deine Kraft nehme ich dir nicht,denn ich stehe zu meinen Geschenken.Beobachte das Leben.Und sieh was geschieht.”

Die Jahre vergingen.Das Leben ging seinen Lauf im Lebenskreis. Die Tote war eine gute Schützerin und die Familie lauschtw auf ihre lautlosen Ratschläge und Weisungen. Auch wurde das Grab gehegt und oft Zwiesprache mit ihr gehalten.So waren Leben und Tod sratt durch einen Fluch ,in tiefster Magie verbunden.

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