Der Same im Tempel

Die junge Frau mit den kupferfarbenen Haar betrat den himmelsgeöffneten Tempel von Philae.Zuvor war sie in Edfu und Karnak gewesen und ihr Kopf war voll mit historischen Fakten die sogar die Fremdenführer erstaunen liessen.Dieses Land das sie nur einmal in diesen Leben betreten sollte war in ihrer Seele ein Teil von ihr. Mit jedem Tag den sie in diesem Land verbrachte wuchs ihr Gefühl.Das was sie abwürgen wollte.Normal sein. Angepasst.Kein Opfer von Mobbing mehr.Auf dem Kreuzfahrtschiff hatte sie sich für ein handgemachtes goldenes Anch gekauft.Das Gefühl wurde zu Schuld. Sie glaubte nicht mehr an Magie…hatte es zugunsten des christlichen begraben.Doch nun…hier auf dieser Insel der Priesterschaft verband sich etwas uraltes mit ihrem Verstand.In einer kleinen Seitenkammer,abseits des Touristenstromes, war ein grosser obeliskförmiger Monolith. Sie kniete sich hin und berührte die eingravierten Hieroglyphen und die Übersetzung kam ihr laut von den Lippen.

Plötzlich drehte sie sich um.Eine Stimme rief sie durch die Kapitelle.

“Tochter..

erinner dich wer du bist.”

Wer bist du?

fragte die junge Frau in Gedanken.

“Eine und viele. Die dich liebt.Ich hab tausend Namen und Erscheinungen.Bin der Trohn aller Macht.Ich rufe dich Tochter…”

Der Same war in der jungen Frau gelegt.Instinktiv weihte die ihre Kette zu Ehren der Göttin und begann ihren Weg der sie durch höhen und tiefen führen würde.In Demut blieb sie stets die Tochter auch wenn die Flüsterin ihren Namen oft änderte und ihr immer wieder anders erschien damit sie keinen Dogma unterliegen sollte…

Hier begann ihr Weg auf den alten Pfaden .


(autobiografische Elemente sind in dem Text)


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