Die Geschichte der AllRaunenFrau

Diese Geschichte flüsterte mir brausend ein Sturmwind zu..Fallenden Blättern gleich versuchte ich die Bilder zu erhaschen und Worte daraus zu weben und ihnen Leben zu geben…

Lange waren sie hergefahren. An diesen besonderen Ort. Majestätisch ragten die Klippen hervor und durchpflügten die Wälder ringsherum. Einige Menschen waren bereits dort und gingen spazieren.Andere hatten wildere Musik gehört und waren abseits der Wege gegangen.

Die junge Frau sah lächelnd zu ihrem Freund. “Wir trennen uns hier und treffen uns in einer dreiviertel Stunde wieder.” Ein Kuss und beide begaben sich auf ihren ureigenen Pfad.

Eine kurze Zeit allein..was könnte dabei schon passieren? Schatten und Licht jagden sich über ihrem Kopf. Von irgendwo aus dem Wald waren die Töne einer Holzflöte zu hören.

Wie an einem Faden der Ariadne gleich folgte die junge Frau diesen Tönen.Weg vom normalen Weg in das Zwielichtzwischenreich des Waldes um sie herum.

Die Steinchen unter ihren Sohlen knirschten als sie nun vor dem Flötenspieler stand. Ganz ruhig sass er auf der Kante einer der Felsen. Die Geräusche unten drangen gedämpft zu ihr rauf. Das betörende Spiel,eine Magie der besonderen Art, verklang. Die letzten Töne nahm der Wind mit der um die Felsen strich.

Die Flöte aus den Mund genommen sah er die junge Frau an. “Sei gegrüsst Kind von Wasser und Erde. Deine Suche in die Tiefe deines Wissens beginnt hier. Sag ..weisst du zu raunen? Zu ritzen?”

Ohne ein Wort nickte sie und neigte kurz ihren Kopf vor der Gestalt. Hier an dem Ort war alles möglich.

“Gehe nur weiter. Und du wirst finden was dich sucht.” sagte der Mann..Sein Hund kam kurz und wedelte mit dem  Sterd.Die junge Frau hätte Angst verspüren sollem,der Hund war gross und zottelig,wild in seinem Aussehen. Doch standen in seinen Augen ,die die Farbe von Salbei hatten andere Worte. So streichelte sie ihn und eine Melodie begleitete sie auf ihrem Weg.

Sie ging tiefer hinein. An einem Felsen spürte und wurde zur Urkraft der Erde.

An einem See wurde sie zum Fluss,See ,Quell und Teich.

Sie wurde zum Gedanken der Götter.

Zum Pferd das durch die weiten der Welten reitet.

Zum Raben und Hirsch am Weltenbaum.

Zur Birke ,die Nährende.

Zum Bewahrer des göttlichen Familienerbes.

Zur Notwendenden Kraft.

Zum Blitz und Krieger der Seele.

All dies wurde sie. Verwandlung auf Verwandlung folgte. Bis sie die Runen ganz geworden war.

An einer Birke ruhte sie aich aus. Spürte die Kraft der Erdenmutter unter sich. Sie hatte ihre Angst,ungenügend zu sein,umarmt und war dafür belohnt worden.

Ein unaussprechliches Geheimnis und Band verband sie nun mit den Felsen im Wald.Sie war Teil des Waldes. Eine Frau der Runen. Die AllRunenFrau.

Das Wasser glitzerte auf dem See als sie ihren Gefährten fand.

Auch er war verwandelt worden. Durch Erde,Feuer,Wasser und Erde der Drachenlinien war er gegangen.

Mit wissenden Lächeln verliessen sie in Regen und Matsch,nachdem sie ihre Opfergaben dargebracht hatten am Felsen der grossen Mutter, den heiligen Ort der Vorfahren.

One thought on “Die Geschichte der AllRaunenFrau

  1. Art of Arkis says:

    Die Wanderungen des Talisien … in allem ist das Göttliche inkarniert, in den Steinen, in den Wassern, den Pflanzen, in den Wolken, in einem Tropfen, einem Buchtstaben, einen Buch, deinem Poem .. in allem .. sogar im Angesicht des Menschen. Lieben Gruß. Schönes Poem!

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