Faolan (NNT – OS)

Merlin schlief.Der letzte Kampf hatte ihnen allen alles abverlangt. So hoffte die Magierin nun in einem Traum Kraft zu finden.

Bald begann sie zu träumen.Ein Traum aus längst vergangener Zeit,mehrere Leben und Namen weit fort. Sie stand in einem reichverzierten Tanzsaal im Palast des Dämonreiches. Vor ihr drehen sich die adeligen Paare im Rhytmus der Musik.Jeder mit Rang war geladen und verbarg sein Gesicht unter einer Maske.

Ein Mann mit Eulenmaske den sie gleich glücklich lächelnd um einen Tanz bittet,reichte ihr seine Hand.Augen wie Messing und die Spiegelung einer Brille.Ihr Lehrer und das Gebot der Selbstlosigkeit.Gowther.

Sie selbst trug in ihrem hochgesteckten Haar für diesen Abend die Maske eines Pfaus. Die Federn schmückten die angehende Magierin wie ein Diadem.

‘Es freut mich das du meine Tanzeinladung angenommen hast.Esta und Zeldris hatten es ja schon bei dir versucht.Mein Schöpfer lässt dich herzlich grüßen.Ich sollte alleine hier sein.’sagte er während eine sanftere Weise erklingt.’Die Maske steht dir.Der Pfau ist ein stolzes Tier.’ sagt der nur scheinbar junge Mann dessen Rest der Verkleidung Ton in Ton war.

Sie drehten sich im Takt und sie sah mit einem liebevollen Blick zu ihm auf. ‘Ich habe darauf gewartet, dass du mich aufforderst.’, sagte sie. ‘Ich möchte mit niemand anderem Tanzen, als mit dir.”

Die junge Schülerin betrachtete sein Gesicht mit der umrankten Maske. ‘Die weise Eule passt auch sehr gut zu dir. Du bist so schlau.”

Sie begannen sich zu drehen unter dem Schein eines Kristalllüsters während sie in Melodie in ihrer eigenen kleinen Ewigkeit verharrten. Seine Hand suchte ihre Hüfte und die Zeit schien für die beiden in einem innigen Moment still zu stehen.Noch eine Drehung und ein Tanzschritt folgten dem nächsten.Zuletzt strich seine Hand gewagt über ihr Kleid.Doch musste er sich erinnern wo sie waren.Und sie waren nicht allein.

‘Es wird misstrauen erregen wenn Du als meine Schülerin nur mit mir tanzt,Tinuviél.’.Doch sanft legt sich eine Hand auf ihre Hüfte.Aus dem Mädchen wurde langsam eine Frau und allen fiel es im Saal auf.Angefangen zum König hin zu seinem Geboten

Für einen kurzen Moment sah sie etwas enttäuscht aus. ‘Na gut. Aber diesen Tanz noch. Ja?’

‘Ja.Diesen Tanz.Ein Moment kann ewig sein’ sagte er und das Lied schien wirklich eine Ewigkeit zu dauern.

Die Augen aller verfolgten sie .Am Ende des Taktes stand Estarossa ,der mittlere Prinz bei ihnen.”Etwas unfair das du nur mit ihm,der Selbstlosigkeit tanzt.Und dann noch nichtmal mit dem echten Gowther sondern der Puppe. Magst du mir,einem Prinzen und Gebot der Liebe einen Tanz schenken?”

Der mittlere Prinz sah mit den dunkelrot schwarzen Augen zu Gowther und deutete so an das er zu gehen habe. Doch schickte er ihr einen Gedanken zu.<In 15 Minuten auf dem Balkon der schwarzen Rosen.<<

“Ich habe etwas mit dem König wegen meinen Schutzbefohlenen zu besprechen.”sagte Gowther neutral und küsste,vielleicht etwas zu lang,ihre Hand,ehe er zum Trohn ging um zu reden.

Esta bot ihr seine Hand an.”Ist es möglich das du dieses…Ding…auch wenn ein Gebot…uns anderen vorziehst?”

Die angehende Magierin versuchte, sich nichts anmerken zu lassen und nahm höflich seine Hand. ‘Er hat das Vertrauen des Königs.Euer Bruder und er sind die Spitze der Gebote.Gern, Mylord. Wenn ich euch den Eindruck vermittelt habe, dann tut es mir leid. Er ist nunmal die erste Person, zu der ich Vertrauen fasste, als ich hier her kam.’ Das nächste Lied begann zu spielen und sie begannen, zu tanzen.

“Das fiel uns allen auf.Sein Schöpfer und er wissen sehr viel über Magie und kennen sich mit Tiefen aus die andere nicht erreichen. Dennoch ist der echte Gowther etwas wunderlich geworden seid er diese Puppe…seine Verlängerung von sich,geschaffen hat.” Tinuviél ignorierte jede Spitze die er gegen ihren Lehrer abgab.Sie sah was er wirklich war,hatte es von Anfang an in ihm gesehen.

Estas Griff war bestimmter. Er wars gewohnt zu bekommen.Immerhin war er der mittlere Sohn des Königs.Nur ein wenig im Rang niedriger als sein älterer Bruder Meliodas,der sich grade mit einer roten Lackmaske in Gestalt eines Drachens,in den Saal schlich.Der Kronprinz war dafür bekannt das er loyal aber seine Grausamkeit keine Grenzen kannte. Er war die Kraft der zehn Gebote während ihr Lehrer,beide,den Verstand der zehn stellten.

Der Tanz verlangte innigere Haltungen und Estarossa drückte Sie an sich.”Ihr könnt hier bleiben,solange ihr wollt.Mein Vater hat ein besonderes Auge auf euch,Mylady.Ihr seid ihm wie eine Tochter.”

Sie ließ es über sich ergehen und folgte seinen Schritten. ‘Das zu hören, ehrt mich. Ich würde gern noch eine Weile bleiben.’ Als der Tanz endete, hielt er sie noch einen Augenblick an sich gedrückt und sah sie durch seine Maske, in der Gestalt eines Raben, an.

Die Tanzenden gingen auseinander und endlich konnte sie weg von dem bestimmenden Prinzen.Zu dem Mann den sie wirklich liebte. Auch wenn er es nicht wusste…

Auf dem Balkon der schwarzen Rosen war Gowther,doch war es nicht allein.Drei Kinder hatten ihn belagert.Ein Junge drückte sich an seine Brust,einer an sein linkes Bein und ein Mädchen hing an seinem rechten Bein.

“Was macht ihr hier? Ihr solltet schlafen und nicht hier sein.”sprach der Magentahaarige etwas hilflos und hatte die Maske abgelegt.”Aber wir wollten zuschauen ! Außerdem können wir nicht schlafen.” trotzte der Junge mit Namen Ash.”Wenn man euch hier erwischt dann..” “Dann sagste einfach das wir ausgebüchst sind.” sprach das Mädchen Amber zuckersüß. Statt wütend zu werden,sie zu ermahnen,strich er ihnen über das Haar. Endlich ließen sie von ihm ab. Oak,der dritte der Ausbüchser musterte Gowther”Und hast du es ihr schon gesagt ?” Der Angeprochene sah die Kinder an. Es waren Neun und er hatte sie alle auf eigenen Wunsch in den Palast geholt.Denn Gowther hatte etwas in ihnen gesehen so hatte er es durchgesetzt sie auszubilden und irgendwann dem König zu dienen

Sein Vater hatte das als eigene Entscheidung sehr begrüßt,liess ihn aber freie Hand mit allem was die Kinder betraf.

“Wem was gesagt?” fragte er ruhig zurück. “Na Ihr das du sie liebst ! Sei doch nicht soo doof!”

In der Nähe schlug Tinuviéls Herz schneller. Sie hatte sich hinter dem roten schweren Vorhang verborgen der den Balkon vom Rest abgrenzte. Als sie die Stimmen gehört hatte war sie stehen geblieben.Stimmte das? Sie konnte nicht leugnen das in den Jahren die sie jetzt bereits am Hofe war das Vertrauen tiefe Wurzeln bekommen und zur Liebe gereift war. Zu jenem Mann mit den Kindern dort.Der eine Seele besaß die sie liebte und verstand.

“Ich bin ganz bestimmt nicht ‘Doof’ Oak.So spricht man nicht mit Älteren.Und ich weiß nicht was du meinst.” Die zehnjährige Amber verteilte an die beiden Jungen stöße von ihrem Lehrer weg.

“Er kriegt es auch ohne euren großen Klappen alleine hin. Jetzt ab mit uns ins Bett,ehe uns noch jemand erwischt!” Alle drei drückten den Mann an sich ,dem sie soviel verdankten und gaben ihn so Mut für was auch immer noch in der Nacht geschehen sollte.

Nun war er wieder allein,das konnte Tinuviél sehen. Er drehte sich weg und ging zum Balkongeländer und sah nachdenklich zu den Sternen auf.

Leise,aber vom rascheln des Stoffes ihres Kleides begleitet,ging sie neben ihn.

“Amber hat die Jungen ganz schön im Griff.Aus ihr kann eine starke Frau werden.”

Gowther drehte das Gesicht zu ihr.”Solange sie nur so verstehend werden wie Du,sind mein Erschaffer und ich schon zufrieden.”

Eine kurze, heiße und peinliche Stille trat ein. Minutenlang sahen beide zu den Sternen auf.Andromeda,Europa…sie alle schienen ihnen mit ihrer Beständigkeit Mut zu geben.

Mit klopfenden Herzen hörte Tinuviél endlich Gowthers Stimme die Stille durchbrechen.

“Ich..möchte dir etwas sagen.Hier und jetzt wo man uns weder beobachtet noch belauscht.Ich…”Er schien echt nervös,um Worte suchend.

Unsicher nahm er ihre Hand in die seine und sie sah in die Augen die sie so zu lieben gelernt hatte.

Gowther erinnerte sich was ihn sein Schöpfer dazu gesagt hatte. Vom Herzen weg sprechen.

“Ich…liebe dich.”

In der Stille die nach diesem Worten folgte fing in einem Fliederbaum eine Nachtigall an zu singen.

Tinuviél wusste was sie sagen musste.Hatte es seid jenem ersten Tag vor sovielen Jahren gewusst.

“Es ist mir egal was du bist….Ich habe dein Wesen gesehen.Ich liebe dich auch,Gowther.” Ein zartes Rot wie von jungen Rosenblättern zog über ihr Gesicht während sie in seine Augen von der Farbe von Messing sah.

Er zog sie zu sich und legte,im dunklen Mantel des Sternenhimmels und der Nacht die Lippen auf die ihren.In aller Heimlichkeit hatten sie die Worte gesprochen.

Es ist lang schon her,tausend Jahr tausend Jahr,das wir uns liebten Du und Ich.Wir waren den Quell der Ewigkeit zu nah ,und ein Schatten war immer da,immer da.’

2 thoughts on “Faolan (NNT – OS)

  1. da ich gerne historische Romane lese, gefällt mir deine schreibe….mögen die 3 Nornen am Fuße der Weltenesche Ygdrassil mit dir sein…love and peace

    Liked by 1 person

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s