Gedanken über den Weg (20 Jahre Jubiläum)

Es ist Sonntag als ich dazu Muse finde diese Zeilen zu verfassen.Es war eine harte und seltsame Woche.

Angefangen mit meinem 33. Geburtstag am Montag (den ich wie jeden normalen Montag auf der Arbeit verbracht hatte.) bishin zum gestrigen Samstag wo wir den Kram und Müll von knapp 80 Jahren Familiengeschichte für den Speermüll vorbereitet haben. Bis auf Mittwoch (da hatte ich starken Allergischen Schnupfen) war ich nach der Arbeit immer noch im Haus mit am einpacken.Und auch das war hart.

Sowohl körperlich als auch emotional.Ich fand in einem Karton Bilder die un die 100 Jahre alt sind,zudem aber niemand etwas hinterlassen hat(auch nicht wörtlich).Doch habe ich drei Bilder von Ahninnen bewahrt,einen alten Schlüssel und eine alte Apothekenflasche mit immernoch riechbaren Kampher.

Gestern haben viele Hände angepackt und alles und vieles weggeschmissen.Es gab aber auch manchen frustierten unterton die ich versucht habe auszugleichen indem ich das Gegenteil vom vorher gezeigten tat.

Was hat das mit meinem Weg und Priesterschaft zutun? Ich denke viel.

Denn wenn viele meinen das es vielleicht ein geistiger Weg ist.Nein.Manchmal ist man Priesterin wenn man bewusst nichts paganes macht.

Doch zurück.

Die ersten zehn Jahre waren ein experiementieren.Ironischerweise war das die Zeit in der ich sozial am meisten mit anderen Heiden getan habe. Sei es mit dem Minicoven an Lughnasad an einem Feld mit Steinumrandung stehen oder den Fehltritt im Coven.Ich las viel (das ist beständig da) und wurde aufgerufen mich ‘Priesterin’ zu nennen.

Dazu kam auch der Blog hier,FB und IG.Und mein Verhältnis dazu ist zwiegespalten.Es gibt langjährige Begleiter zu denen sich außerhalb der Blogsphäre eine Freundschaft oder Verbundenheit entwickelt hat,was mir persöhnlich viel gibt.

Doch sind die letzten zehn Jahre ein Auf und Ab und ein wandeln in Zwischenbereichen. Immer öfter und oft genug zieht das äußere schneller nach als das seelische.

Der Tod meines Vaters und die Umzüge sind nun auch noch auf ihre Art zwischenbereiche.

Ich gebe weiter was ich kann.Hier wird es vielleicht bewahrt.

Meine Ahninnen bitte begleitet meine nächste Dekade auf diesem Weg.

eine unbekannte Urahnin die sich auch dem spirituellen verpflichtete und auch körperlich nichts weitergab.Das Bild ist circa 90 Jahre alt.

Tyrstaggedanken

Im Moment schliesst sich eine harte Arbeit an eine andere an.

Selbst gestern blieb das Thema ‘Haus’ nicht weg.

Eine Wohnung auszuräumen ist schon viel,doch ein ganzes Haus mit dem Kram von drei Generationen ist eine andere Nummer.

Dazu werden wir auf der Arbeit auch noch mit aufwendigen Automaten zugeschüttet.Von ‘normalen’ 200 stck auf 2000. Und das alles bis zu unserem Stichtag dem 20.Juli.

Und dazwischen die privaten Stichtage (11. muss alles raus,13.kommt der Knacker,15. zieht mein Bruder nach Münster).

Also alles meh .Ich versuche zu haushalten. Versuche es.

Wochenrune

Die Rune der Gaben und Aufgaben.

Das ist Gebo.

Gebo erinnert uns an die Gaben die wir durch unser Leben entwickeln oder bereits mitbringen.

Was bringen wir mit ? Was erlernen wir? Welche Gaben sind aber auch Fluch und Segen zugleich?

Diese Rune erinnert uns heute daran was in uns liegt,doch auch was wir an kleinen Geschenken auf unserem ureigensten Weg finden.Bleiben wir offen dafür.

Runenkarten von Nadja Berger,Runendeutung von mir.

Wochenrune

Die Rune des Schicksals,des Zu-gefallenen,das ist Perthro.

Diese Rune kommt nach aufregenden Tagen und Wochen zu uns. Sie fragt uns ob wir uns gut vorbereitet haben.

Denn durch unsere Taten und Worte,stellen sich auch jedesmal neu die Weichen unseres Schicksals.

Es gibt gewisse Punkte die sind Fix.Können wir nicht verändern.Geburt und Tod,das Verwandeln.

Perthro ist dieser Ort,diese Schwelle.Zugleich Wiege und Grab. Der Ort an dem aber auch die tiefsten Mysterien zuhause sind,die ohne Zeit und in jeder Kultur zu finden sind.

Auch ist dies der Ort der Ahnen in uns und unserer Begleiter ,Flygias und Krafttiere.

Sei willkommen Perthro )0(

Würze des Lebens

text&bild by NB

Die Würze des Lebens ist die Gemeinschaft mit anderen.Die größeren Begegnungen im kleinen.

Der Reis als Gabe der Mutter Erde,verbunden mit den Gaben des Meeres,des Waldes.

In einer einfachen Schale Suppe,der Trank und die Magie der Göttin.Das alltägliche wird magisch und heilig.

Mit Bedacht,Wachheit zu mir genommen.Wird jedes Reiskorn ein Gebet an die Götter.

Dazu Gerichte der Zeit. Um Geschmack und Tiefe in dies zu bringen braucht es Geduld.Verstehen.Nur so können wir unsere Wege gehen. Mit einem einfachen Mahl,verstehen wir die Natur als Tempel,uns als ihr zugehörig.Einfachheit und auch das was wir als unperfekt sehen,sind das Gold und Silber in den Ritzen der Teeschale,die unser heiliger Gral wird.

Priesterin der Winde

Für C.

Mit den Worten tanzend,

bringst Du deine Zweifeln den Göttern der Winde und dem einen der Sonne und des Orakels,dar.

Was ist richtig?

Was real?

Was ist das Du ,Was das Er und wo ist Sie?

Gedanken wie Steine,Menhire in der Erde schwer.

Die Magie in deinem Blut,

wird gedämmt durch Zweifels Glut.

Ist es richtig was ich tue?

Oder tanz und denk ich in des Schmerzen der Vergangenheit Schuhe?

Der Wind,er spielt in deinem mit Zauber geflochtenen Haar,

die Erde trägt deine Sigillen bewehrten Schuhe.

Zuviel Gefühl,suchst Du die Ruhe,im inneren Heiligtum.

Das Styraxwachs verschliesst deine Honiglippen,

von Zeit zu Zeit,

Vogelfrau,

doch ist dies,mit all dem Labyrinth des Vertrauens,dein Weg,und die Sonnengöttin der Unterwelt,reicht ihr deinen Schlüssel,als Versprechen und Siegel.Alle,Er und Sie,deine Spiegel.

Wochenrune

Die Rune der Luft,der Gedanken,der Worte und der Sprache.

Das ist Ansuz.

Diese Rune erinnert uns an die Kraft und Macht der Worte.Unserer Worte.

Was schreiben und sagen wir in die Welt(en)?

Nähren unsere Worte,uns und andere? Verletzten,Verkleinern,wiederholen wir?

Jedes Wort kann Magie sein.Selbst dieser Beitrag kann bereits ein gewebter Zauber sein,unterstützt von Odin und allen Göttern der Sprache.

Auch Gesang und Chanten,Geschichten erzählen.

Hab ich diese Woche etwas wichtiges zu sagen? So hilft mir Ansuz dabei.

Sei willkommen Ansuz )0(

Runen raunen rechten Rat von Nadja Berger,Runendeutung von mir.

Litha 2020

Kleiner Altar,made by me

Es ist die Zeit der hohen Tage,

Der Sonnengott reicht der Erdengöttin seine Hand,

der Herbsthauch ist in seinem Blick.

Doch an diesen Tag,ist der längste Tag.Sonnenwende.Die Zeit steht still und wandelt sich doch.

Seine Krone ist golden,glänzend aus Korn.Mohnrot ziert seine Lippen,künden ihm von dem nahen Opfer,Tod,Wiedergeburt.

Sie umwindet seine Arme mit Efeu.In Liebe. Doch ist ein Teil bereits in ihr.Wartend darauf zu reifen.So reicht sie ihm den Kelch,gefüllt mit Met und Wein.

Wirhören die Trommeln des hohen Festes,der Sonnenkraft,die Fülle aber auch Dürre hat gebracht. Mittsommer,Sonnenwende,der längste Tag.

Eichenkönig

Im kleinen das große.
In den Eichen,
am Wegesrand,
kaum noch bekannt,
außer von jenen die sehen und noch hören.

Im Rauschen der Blätter,
geflüsterte Weisheit,
von Ganzheit,
Kraft und Mut,
vom trinken der heiligen Quell.
Zusammenkommen ,
Gleichberechtigt.
Zu den Monden und Feuerfesten.
Höre ich,die Trommeln und Gesang in mir und außerhalb von mir.

Komm zu uns,
Barde,
Druide
Priester,
heiliger Naar,
Aktivist,
Künstler
verletzter und verwundeter,
wiedererstarkter.
Geliebter,
unabhängig vom Geschlecht
Tanze mit uns,
in Trance und Rausch,
geleitet von der Königin der Wasser und gesegnet von ihr.
Geliebt von ihr.
In den Wassern der heiligen Quellen finden wir unser Spiegelbild.
Im Gesang unserer Seele die Anderswelten.

Wochenrune

Die Rune des unerwarteten Glücks,des Zu-Falls.

Das ist Wunjo.

Diese Rune erinnert uns daran sowohl das unerwartete,zufallende Glück wahrzunehmen,so winzig und unscheinbar es auch sein mag,wie das Große.

Was ist Glück?

Für jeden was anderes.Und oft genug sehen wir es nicht zuerst als solches. Ja,es kann sogar als Unglück,Loslassen dahher kommen.Also nicht so wie wir es erwarten.

Die Götter,Ahnen und Geister schenken uns dieses kleine Glück ,das wir oft genug nicht als solches sehen wollen oder können.

Sei willkommen Wunjo )0(

Runenkarten von Nadja Berger,Runendeutung von mir.