Auf dem Weg.. (NNT -OS)

Die Straße zog sich wie ein Band durch das Land.Der junge ,neugekrönte König des Landes Tintagels saß auf dem Kutschbock.

Es war ein absurdes Bild,das Gold seiner Rüstung mit dem Drachenintarsien aus Granat,auf dem grauen alten Holz. Eine Frau,die an ihn gelehnt mit ihm auf der Kutsche saß ,hatte ihr Gesicht unter einem dichten schwarzvioletten Mantel verborgen.”Sag bloss ihr seid müde!” kicherte Arthur Pendragon.Die allen als Magierin bekannte Frau schmunzelte.”Doch…die Zauber in Position zu bringen für unsere Ankunft in Liones;besonders auf diese Entfernung,war kniffelig.” Ihre Stimme war wie dunkler Honig oder Met.Verführerisch,hypnotisch und sinnlich.

“Haha ,das glaube ich ! Ist denn allrs so,wie ihr vorrausgeahnt hattet?” fragte der junge König seine Lehrerin und Ziehmutter.

Ein Lächeln verzog die sinnlichen Lippen in der Farbe von frischen Beeren.”Ohja…Fuchs,Drache und Ziege,Schlange und Grizzly..sind alle im Zentrum.”

Arthur lächelte. “Die Ziege also auch..das ihr nicht zu ihm geeilt seid als ihr ihn gespürt habt,wundert mich sehr,Sensei.”

Merlin strich sich über ihren Hals ,über das scharlachrote Wildschwein.Das Symbol das für sie zum Spitznamen wurde und das Zeichen ihrer Todsünde. “Es wäre zu früh um ins Spiel einzutreten.Er ist unser Stratege und versteht das manches erst durch Timing den Sieg bringt.”

Dennoch..Gowther,ihr Gefährte war am Leben. Er war mit den anderen Kameraden in Liones.Mitten im Kampf gegen die heiligen Ritter.

Sie hatte zwar Sorge um ihn,wie immer wenn es um ihr Herz ging aber…er war ein Kämpfer.Ein Ritter,wie sie. Das vergaß sie manchmal.

“Also,Sensei..”erklang die Stimme ihres Kindes der Hoffnung,ihrer zweiten großen Liebe, “wie machen wir das ,klopfen wir ans Tor der Hauptstadt?” Merlin lächelte dunkel. “Natürlich,jeder soll wissen das Arthur Pendragon kommt um Liones zu helfen.”

Der Weg war bald an ihrem Ziel…

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Herbstblätterregen (NNT-OS)

Das Rad des Jahres hatte sich wieder weitergedreht.Das letzte Erntefest Mabon war grade zuende gegangen und pünktlich dazu brachte der Wind die erste Kälte mit,als ein Bote des kommenden Winters.

Merlin ging über die Felder,die bereits kahl geerntet waren.Ihre Hand war verwoben mit der ihres Gefährten.

Gowther und sie genossen den Wechsel der Jahreszeiten.Auch wenn ihnen beiden der Lauf der Zeit nichts anhaben vermochte;so achteten sie jeden Wechsel der sich unsichtbar im Land vollzog.

“..und so tanzten der Winterschmied und die Sommerfrau.”trug er mit melodischer Stimme vor.

Merlin hatte ihren Kopf an seine Schulter geschmiegt.Sie liebte es wenn er erzählte,Gestalten aus Sagen oder Märchen mit Gefühl und Seele erweckte.

Sie kamen an einer Weggabelung zu Wald und Feld und Gowther öffnete den geheimnisvollen Rucksack ,indem er sie auch auf nachfragen nicht hatte reinsehen lassen.

Er brachte Käse und Wurst,etwas Schokolade und kandierten Ingwer zum Vorschein.

Seine Augen schimmerten vor der geglückten Überraschung wie das volle Korn im Licht der Sonne.

Merlin zog ihn dankbar in einem Kuss.Sanft vertiefte er diese Liebkosung.Strich ihm über den Nacken und die schmalen Schultern.Bettete sie sanft auf weiches Moos das noch den Duft der Wärme enthielt.Die beiden Zeitlosen wurden für einem Moment ihrer Ewigkeit eins.Wie zwei einfache Menschen.Frau und Mann. Merlin lag lächelnd an seiner Seite.Lauschte Gowthers Atem.Sie konnte seine Liebe spüren.Eine Liebe…die jede Dunkelheit überstehen konnte.Stark wie ein Menhir,ewig wie das Rauschen der See.Neu und alt zugleich wie der Lauf des Jahres.

“Ich liebe dich,Merlin.”sagte er und sah sie an.Wie so oft verlor sie sich in den Messingtiefen hinter den Brillengläsern.”Ich dich auch..”raunte sie,erhitzt von ihrem Zusammensein.

Merlin erwachte.Tränenfeucht war ihre Wange.Eine Erinnerung zum Traum geworden. Wie lange war das her?

Es klopfte und Merlin öffnete als sie sich gefangen hatte.”Möchtest du mich auf einen Spaziergang begleiten?” fragte ihr Gowther unschuldig.Wieder einmal im Griff des Fluches.Doch schimmerte es manchmal durch.Sein Herz,sein Lächeln und Lachen.

“Natürlich..’lächelte sie und zog sich um.Hatte ohne es zu merken geweint.Seine zierliche Hand strich ihr sanft die Tränen fort.”Hattest du einen Alptraum?”fragte er kindlich unwissend.

“Nein…einen schönen.Es war Herbst,so wie jetzt…und die Blätter fielen…”

Sie hab nicht auf.Diese Erinnerung hatte ihr zurückgerufen wie farbig und einmalig ihre Liebe war.

So farbig…wie ein Herbstblätterregen.

Tyrstaggedanken

Moin moin ihr Lieben,

wie war euer Wochenstart? Meiner chaotisch.Von Ausfällen auf der Arbeit hin zu Spannungen zuhause. Hilft leider nichts.

Gestern nutze ich die Zeit um den Regenguss im Thalia zu entgehen.Sie bauen um so entsteht eine Art ‘Pop-up’-Store Gefühl.

Statt zum Sommernachtstraum(der sich immer wieder entzog) wurde ich zum Macbeth geführt.In englisch.Immerhin mit Vokabularerklärung ^^”.

Ich hab zwei OS’ verfasst ,wo ich noch nicht weiß ob ich sie hochlade.Eine ist das Pair Caster&Doll, das andere der Kampf in Camelot (Spoilerwarnung).

Heute morgen hab ich mir zum Frühstück eine selbstgemachte Matchalatte getrunken.Hatte ich einfach das Bedürfns nach.

-lesen : Macbeth &Aleph (Paulo Coelho und William Sheakespear)

-Hören : Omnia , Dance untill we die

-essen : braune Reisnudelsuppe Tom Yum (Instant)

Mögen wir heute die Stärke der Bäume im uns tragen.Verwurzelt in Mutter Erde,umweht vom Wind,der unsere Worte wie Blätter fortweht.Genährt vom Regen und dem schwindenden Sonnenlicht.Blessed be )0(

Faolan II

Es war der Abend des Balles. Das Thema war Masken und so hatte sich Meliodas,der Thronprinz des Dämonenreiches,für eine Maske aus rotem Lack entschieden die in Form eines Drachen gestaltet war,der durch Wolken tanzte.

Vor ein paar Wochen war ihm eine Veränderung an seinem Kameraden und Mitanführer Gowther aufgefallen.Er schien noch verschlossener zu werden,kümmerte sich stark un diese Kampfgruppe die er zu formen gedachte und verbrachte sehr viel Zeit mit Tinuviél.

Diese war vor vielen Jahren an den Hof gekommen um hier die Geheimnisse jener Magie zu erlernen.Sein Vater hatte seinen Schöpfer und ihn zu ihren Lehrern und Beschützern erwählt.Doch war seitdem eine Spannung zwischen den Clan der Dämonen und denen der Göttin getreten.Warum das so war,darauf gab sein Vater,der König keine Antwort.Seine Antworten bestanden stets im Angriff und an sich reißen.Meliodas hinterfragte das alles nicht.Zumindest noch nicht.An diesem Ort waren Fragen gefährlicher als Messer und Magie.

Es herrschte ein brüchiger Frieden zwischen den anderen Clans und Rassen und dem Dämonenclan.So war er,Wochen vor dem Ball zu seinem Kameraden gegangen.Sein ‘Vater’ hatte den Kronprinzen respektvoll begrüßt und hatte dann die beiden zu der Bibliothek des Gemaches des Magiers geführt. Der Raum war über und über mit Büchern voll.

“Was gibt es das du mit mir reden möchtest,Meliodas?”fragte Gowther,die amtierende Selbstlosigkeit der zehn Gebote. Kurz überlegte der blonde wie er es sagen konnte.”Mir fällt auf das du sehr häufig beim Mündel meines Vaters bist.”Die Augen in der Farbe des Messings verrieten wenig als Gowther antwortete.”Nun das ist nicht verwunderlich.Sie wurde meinem Schöpfer und mir als Schülerin der Magie anvertraut.Ein solches Studium verlangt Nähe.” Meliodas nickte,blickte den zierlichen Mann mit dem Gesicht einer Frau aber ruhig an als er sprach.”Studium das eine.Die Art wie Du sie ansiehst,das andere.Ich bin das Gebot der Liebe,ich muss sie erkennen und du bist verliebt,mein Freund.”das letztere sprach er mit Respekt und freundschaftlicher Wärme.

In den so jungen Augen des Brillenträgers glomm jener Funke auf den Meliodas gemeint hatte.Das genügte ihm und er kicherte.”Was wirst du mit den Informationen tun? Sie weitergeben an deinen Vater und die Geboten?”. Der blonde Trohnfolger sah ihn lächelnd an.

“Warum sollte ich das tun? Ich weiss wie meine Brüder denken,aber ich bin nicht so ! Wenn es das ist was ihr euch beide wünscht dann ist es so.Und glaub mir…wenn du liebst ist es egal was du bist.” Gowther wurde zart rosa auf den Wangen.Das Meliodas ihn so durchschaut hatte ,erschreckte ihn.Dabei war er so vorsichtig.”Ich brauche auch Rat und Hilfe von dir,Gowther.” Nun stand eine Frage im Gesicht der Puppe der Selbstlosigkeit.”Von mir?”

“Ja! Du weißt ja das mein Vater einen Ball plant. Doch möchte ich nicht vom Anfang dabei sein.Es zieht mich woanders hin…”

Kurz analysierte Gowther Mimik und Herzschlag des Prinzen.”Du willst zu einer Frau.Das dürfte doch kein Problem sein.”meinte er ruhig.”Zu einer Göttin.”sagte Meliodas und lächelte warm.

“Dann ist es doch ein Problem.” Meliodas kannte ja die teilweise sehr trockene Art seines Kameraden.”Nur ein Kleines.Sie heißt Elizabeth und ich will sie wiedersehen.Hilf mir dabei.”

Elizabeth,sie war eine Tochter der höchsten Göttin.Das konnte nicht gut ausgehen.Bemerkte Meliodas das denn nicht? “Sei vorsichtig,Meliodas. Der Frieden ist schon sehr brüchig.Lass dich nicht zu Zorn und Kampf hinreißen.Deine Macht ist sehr fatal wenn sie sich in Wut bahnbricht.”Meliodas hörte ihm zu.Wie sein ‘Vater’ war Gowther ein guter Berater. “Danke dir,das werde ich versuchen.Pass du bitte auch auf dich und Tinuviél auf.”bat der blonde Trohnprinz.

Das war jetzt genau acht Wochen her. Sie hatten sich gegenseitig gedeckt,heimlich und öffentlich.Für alle im Reich sah es so aus als würde der Trohnprinz der Linie seines Vaters folgen.

Die Sterne gingen auf und erleuchteten Meliodas den Weg.Er war schon gekleidet für das Fest.Rüschenhemd,Gehrock und Maske,alles in den Farben des Königshauses.

Unter einem Rosenbogen wartete sie.Die junge Göttin mit dem silbrigen Haar und den Augen von der Farbe der klaren See.

“Ich dachte schon du kommst nicht.”Ihre Stimme erfreute sein Herz.Fest umarmte er sie.”Ich musste erst abwarten bis mein Freund und Partner die Ablenkung starten konte.Komm mit mur zum Palast.Keiner muss wissen das du eine Göttin bist.”Elizabeth lächelte.”Wärst du doch kein Dämon…dazu Prinz…”Meliodas lächelte.”Keine Angst. Es wird dir nichts passieren.Wir müssen nur vorsichtig genug sein.Im Palast gibt es einen Geheimgang zum Ball.Schleich dich unter die Damen. Ich komm dann dazu.” Elizabeth nickte.”Ich vertraue Dir,Meliodas.”

Der Prinz führte sie zum Palast um dort den Geheimgang zu zeigen. Dann betete er das sie den Weg fand und gleich da war ,wo er sie erhoffte.Versteckt vor aller Augen.

Meliodas ging zum Saal.Liess sich ankündigen und sah wie Estarossa Gowther von Tinuviél weg komplimentierte.Doch ging jener gleich zum schwarzen Trohn seines Vaters. Wenn das hier überstanden war,sollte er sich mit einer Buchreihe bei ihm bedanken.

Dann sah er sie ,ein silberner kühler Strahl von Schönheit zwischen dem höchsten des Dämonenreiches. Meliodas ignorierte die Blicke seiner jüngeren Brüder.Ging zur Tanzfläche und reichte der Göttin,die jetzt eine Maske in Form eines Schwans trug,seine Hand.

Die Musik machte die beiden vergessen wo sie waren.Sie waren zusammen.Zwei Herzen verbunden zu eines.Als der Tanz endete gingen der Trohnprinz und Elizabeth zum Balkon des schwarzen Lichtes.Ein Balkon der ganz aus dunklem und polierten Onyx gebaut war. “Vielen Dank,Meliodas.”flüsterte die maskierte Frau. Er umarmte sie mit seinem starken Armen.”Du bist mein.Egal was kommt.Ich will nur dich,Elizabeth..”

In der Stille der Nacht brach so ..mit diesen Worten der Liebe,ein Krieg aus der selbst nach dreitausend Jahren noch weitergeführt wurde.

Für die Liebe.

Märchen aus Britannia , von dem Magier und seiner Puppe

Es war einmal ein mächtiger Magier ,dessen größte Lust das Wissen war.

Er lernte alles was es in den Welten zu lernen gab. Je mehr er an Wissen sammelte umso mehr neue Fragen erschlossen sich ihm.

Doch war sein Herz einsam.

Eines Tages wanderte der dunkle Magier in einem Wald der Menschen. Dort traf er eine junge Frau mit zartem Gesicht.Sie war schön und sie las laut ein selbstverfasstes Gedicht vor.

Der Magier verlor sein Herz an sie. Er stellte sich ihr vor,als der ,der er war,doch ,so fand sie,war er für ein Wesen der Dunkelheit ,sehr warmherzig.Selbstlos.Den Menschen zugetan.

Sie trafen sich jedes halbes Jahr und verbrachten ein paar Nächte und Tage zusammen.

Doch blieb dies nicht unbeobachtet.Der König der Schatten,dessen Freund und Berater der Magier geworden war,zerstörte das Haus.Der Magier trat aus den flammenden Haus,seine Geliebte auf den Arm.Doch konnte seine Magie sie nicht retten.So prägte er sich jedes Detail ihres Gesichts ein,während in ihm eine Idee reifte.

Die Zeit ging ins Land und der Magier verschloss sich.Der König traute ihm nicht mehr und sperrte ihn ein..Der Magier hatte diese Tat nicht vergessen und nicht vergeben.

So machte er sich an seine Idee und erschuf eine lebendige Puppe.Sie war männlicher Gestalt.Bis auf das Gesicht,das er den Zügen seiner getöteten Geliebten nachempfand.

Diese Puppe wurde ein Teil von ihn und doch etwas eigenes. Mehr und mehr brachte der Magier seiner Puppe bei.Lehrte sie alles was er wusste.Das künstliche Leben wurde zu etwas eigenständigen.Sie konnte fühlen,atmen,Bluten. So betrachtete der Magier die Puppe mehr als seinen Sohn und jener an seiner statt Teil der Elitekrieger des Königs wurde.

Und dies über ein Jahrhundert blieb..bis eines Tages am Hof eine gesegnete Tochter der Magie auftauchte,die bei den beiden lebte und lernte und sich in die Puppe verliebte.

Was aus diesem Paar wurde,weiß keinee denn noch ist ihre Geschichte nicht zuende erzählt…

Faolan (NNT – OS)

Merlin schlief.Der letzte Kampf hatte ihnen allen alles abverlangt. So hoffte die Magierin nun in einem Traum Kraft zu finden.

Bald begann sie zu träumen.Ein Traum aus längst vergangener Zeit,mehrere Leben und Namen weit fort. Sie stand in einem reichverzierten Tanzsaal im Palast des Dämonreiches. Vor ihr drehen sich die adeligen Paare im Rhytmus der Musik.Jeder mit Rang war geladen und verbarg sein Gesicht unter einer Maske.

Ein Mann mit Eulenmaske den sie gleich glücklich lächelnd um einen Tanz bittet,reichte ihr seine Hand.Augen wie Messing und die Spiegelung einer Brille.Ihr Lehrer und das Gebot der Selbstlosigkeit.Gowther.

Sie selbst trug in ihrem hochgesteckten Haar für diesen Abend die Maske eines Pfaus. Die Federn schmückten die angehende Magierin wie ein Diadem.

‘Es freut mich das du meine Tanzeinladung angenommen hast.Esta und Zeldris hatten es ja schon bei dir versucht.Mein Schöpfer lässt dich herzlich grüßen.Ich sollte alleine hier sein.’sagte er während eine sanftere Weise erklingt.’Die Maske steht dir.Der Pfau ist ein stolzes Tier.’ sagt der nur scheinbar junge Mann dessen Rest der Verkleidung Ton in Ton war.

Sie drehten sich im Takt und sie sah mit einem liebevollen Blick zu ihm auf. ‘Ich habe darauf gewartet, dass du mich aufforderst.’, sagte sie. ‘Ich möchte mit niemand anderem Tanzen, als mit dir.”

Die junge Schülerin betrachtete sein Gesicht mit der umrankten Maske. ‘Die weise Eule passt auch sehr gut zu dir. Du bist so schlau.”

Sie begannen sich zu drehen unter dem Schein eines Kristalllüsters während sie in Melodie in ihrer eigenen kleinen Ewigkeit verharrten. Seine Hand suchte ihre Hüfte und die Zeit schien für die beiden in einem innigen Moment still zu stehen.Noch eine Drehung und ein Tanzschritt folgten dem nächsten.Zuletzt strich seine Hand gewagt über ihr Kleid.Doch musste er sich erinnern wo sie waren.Und sie waren nicht allein.

‘Es wird misstrauen erregen wenn Du als meine Schülerin nur mit mir tanzt,Tinuviél.’.Doch sanft legt sich eine Hand auf ihre Hüfte.Aus dem Mädchen wurde langsam eine Frau und allen fiel es im Saal auf.Angefangen zum König hin zu seinem Geboten

Für einen kurzen Moment sah sie etwas enttäuscht aus. ‘Na gut. Aber diesen Tanz noch. Ja?’

‘Ja.Diesen Tanz.Ein Moment kann ewig sein’ sagte er und das Lied schien wirklich eine Ewigkeit zu dauern.

Die Augen aller verfolgten sie .Am Ende des Taktes stand Estarossa ,der mittlere Prinz bei ihnen.”Etwas unfair das du nur mit ihm,der Selbstlosigkeit tanzt.Und dann noch nichtmal mit dem echten Gowther sondern der Puppe. Magst du mir,einem Prinzen und Gebot der Liebe einen Tanz schenken?”

Der mittlere Prinz sah mit den dunkelrot schwarzen Augen zu Gowther und deutete so an das er zu gehen habe. Doch schickte er ihr einen Gedanken zu.<In 15 Minuten auf dem Balkon der schwarzen Rosen.<<

“Ich habe etwas mit dem König wegen meinen Schutzbefohlenen zu besprechen.”sagte Gowther neutral und küsste,vielleicht etwas zu lang,ihre Hand,ehe er zum Trohn ging um zu reden.

Esta bot ihr seine Hand an.”Ist es möglich das du dieses…Ding…auch wenn ein Gebot…uns anderen vorziehst?”

Die angehende Magierin versuchte, sich nichts anmerken zu lassen und nahm höflich seine Hand. ‘Er hat das Vertrauen des Königs.Euer Bruder und er sind die Spitze der Gebote.Gern, Mylord. Wenn ich euch den Eindruck vermittelt habe, dann tut es mir leid. Er ist nunmal die erste Person, zu der ich Vertrauen fasste, als ich hier her kam.’ Das nächste Lied begann zu spielen und sie begannen, zu tanzen.

“Das fiel uns allen auf.Sein Schöpfer und er wissen sehr viel über Magie und kennen sich mit Tiefen aus die andere nicht erreichen. Dennoch ist der echte Gowther etwas wunderlich geworden seid er diese Puppe…seine Verlängerung von sich,geschaffen hat.” Tinuviél ignorierte jede Spitze die er gegen ihren Lehrer abgab.Sie sah was er wirklich war,hatte es von Anfang an in ihm gesehen.

Estas Griff war bestimmter. Er wars gewohnt zu bekommen.Immerhin war er der mittlere Sohn des Königs.Nur ein wenig im Rang niedriger als sein älterer Bruder Meliodas,der sich grade mit einer roten Lackmaske in Gestalt eines Drachens,in den Saal schlich.Der Kronprinz war dafür bekannt das er loyal aber seine Grausamkeit keine Grenzen kannte. Er war die Kraft der zehn Gebote während ihr Lehrer,beide,den Verstand der zehn stellten.

Der Tanz verlangte innigere Haltungen und Estarossa drückte Sie an sich.”Ihr könnt hier bleiben,solange ihr wollt.Mein Vater hat ein besonderes Auge auf euch,Mylady.Ihr seid ihm wie eine Tochter.”

Sie ließ es über sich ergehen und folgte seinen Schritten. ‘Das zu hören, ehrt mich. Ich würde gern noch eine Weile bleiben.’ Als der Tanz endete, hielt er sie noch einen Augenblick an sich gedrückt und sah sie durch seine Maske, in der Gestalt eines Raben, an.

Die Tanzenden gingen auseinander und endlich konnte sie weg von dem bestimmenden Prinzen.Zu dem Mann den sie wirklich liebte. Auch wenn er es nicht wusste…

Auf dem Balkon der schwarzen Rosen war Gowther,doch war es nicht allein.Drei Kinder hatten ihn belagert.Ein Junge drückte sich an seine Brust,einer an sein linkes Bein und ein Mädchen hing an seinem rechten Bein.

“Was macht ihr hier? Ihr solltet schlafen und nicht hier sein.”sprach der Magentahaarige etwas hilflos und hatte die Maske abgelegt.”Aber wir wollten zuschauen ! Außerdem können wir nicht schlafen.” trotzte der Junge mit Namen Ash.”Wenn man euch hier erwischt dann..” “Dann sagste einfach das wir ausgebüchst sind.” sprach das Mädchen Amber zuckersüß. Statt wütend zu werden,sie zu ermahnen,strich er ihnen über das Haar. Endlich ließen sie von ihm ab. Oak,der dritte der Ausbüchser musterte Gowther”Und hast du es ihr schon gesagt ?” Der Angeprochene sah die Kinder an. Es waren Neun und er hatte sie alle auf eigenen Wunsch in den Palast geholt.Denn Gowther hatte etwas in ihnen gesehen so hatte er es durchgesetzt sie auszubilden und irgendwann dem König zu dienen

Sein Vater hatte das als eigene Entscheidung sehr begrüßt,liess ihn aber freie Hand mit allem was die Kinder betraf.

“Wem was gesagt?” fragte er ruhig zurück. “Na Ihr das du sie liebst ! Sei doch nicht soo doof!”

In der Nähe schlug Tinuviéls Herz schneller. Sie hatte sich hinter dem roten schweren Vorhang verborgen der den Balkon vom Rest abgrenzte. Als sie die Stimmen gehört hatte war sie stehen geblieben.Stimmte das? Sie konnte nicht leugnen das in den Jahren die sie jetzt bereits am Hofe war das Vertrauen tiefe Wurzeln bekommen und zur Liebe gereift war. Zu jenem Mann mit den Kindern dort.Der eine Seele besaß die sie liebte und verstand.

“Ich bin ganz bestimmt nicht ‘Doof’ Oak.So spricht man nicht mit Älteren.Und ich weiß nicht was du meinst.” Die zehnjährige Amber verteilte an die beiden Jungen stöße von ihrem Lehrer weg.

“Er kriegt es auch ohne euren großen Klappen alleine hin. Jetzt ab mit uns ins Bett,ehe uns noch jemand erwischt!” Alle drei drückten den Mann an sich ,dem sie soviel verdankten und gaben ihn so Mut für was auch immer noch in der Nacht geschehen sollte.

Nun war er wieder allein,das konnte Tinuviél sehen. Er drehte sich weg und ging zum Balkongeländer und sah nachdenklich zu den Sternen auf.

Leise,aber vom rascheln des Stoffes ihres Kleides begleitet,ging sie neben ihn.

“Amber hat die Jungen ganz schön im Griff.Aus ihr kann eine starke Frau werden.”

Gowther drehte das Gesicht zu ihr.”Solange sie nur so verstehend werden wie Du,sind mein Erschaffer und ich schon zufrieden.”

Eine kurze, heiße und peinliche Stille trat ein. Minutenlang sahen beide zu den Sternen auf.Andromeda,Europa…sie alle schienen ihnen mit ihrer Beständigkeit Mut zu geben.

Mit klopfenden Herzen hörte Tinuviél endlich Gowthers Stimme die Stille durchbrechen.

“Ich..möchte dir etwas sagen.Hier und jetzt wo man uns weder beobachtet noch belauscht.Ich…”Er schien echt nervös,um Worte suchend.

Unsicher nahm er ihre Hand in die seine und sie sah in die Augen die sie so zu lieben gelernt hatte.

Gowther erinnerte sich was ihn sein Schöpfer dazu gesagt hatte. Vom Herzen weg sprechen.

“Ich…liebe dich.”

In der Stille die nach diesem Worten folgte fing in einem Fliederbaum eine Nachtigall an zu singen.

Tinuviél wusste was sie sagen musste.Hatte es seid jenem ersten Tag vor sovielen Jahren gewusst.

“Es ist mir egal was du bist….Ich habe dein Wesen gesehen.Ich liebe dich auch,Gowther.” Ein zartes Rot wie von jungen Rosenblättern zog über ihr Gesicht während sie in seine Augen von der Farbe von Messing sah.

Er zog sie zu sich und legte,im dunklen Mantel des Sternenhimmels und der Nacht die Lippen auf die ihren.In aller Heimlichkeit hatten sie die Worte gesprochen.

Es ist lang schon her,tausend Jahr tausend Jahr,das wir uns liebten Du und Ich.Wir waren den Quell der Ewigkeit zu nah ,und ein Schatten war immer da,immer da.’

Geräusch des Regens (NNT-OS)

Der Himmel war verhangen,graue Wolken verschluckten das Licht des Tages. Sie kamen zurück von der Mission aus Edingburgh. Nur dank Escanor hatten sie gewonnen.Ban war keine große Hilfe gewesen. Überhaupt nicht.

Merlin hatte ihre Rüstung abgelegt und ein neues dunkelblaues fliessendes Kleid angelegt.

Fünf Jahre war ihr Orden nun zusammen und es gab noch immer einige Probleme mit der Gruppenbildung. Der Anführer bemühte sich doch wars schwer..Und genauso lasteten auf manchen von ihnen die Erinnerungen ihrer Sünden.

Es klopfte und mit einer Handbewegung entriegelte sie die Tür. Da stand er.Gowther.Todsünde der Wollust,seine Augen manchmal emotionslos und kalt konnten genauso voller Unschuld sein.So wie jetzt.

“Der Anführer,Ban,King und Escanor gehen noch einen trinken auf unseren Sieg,der zu 77% aus Glück bestand, möchtest du mit gehen?”

Allein schon das er sie fragte,liess sie lächeln.Könnte er doch nur ahnen,was er ihr bedeutete.”Gehen ja.Aber nicht mit ihnen.Das endet nur wieder im Fremdschämen. Sowie bei unserem ersten Ordensjubiläum.Nein danke. Du bist ja auch hier geblieben.”

“Ja,ein fahrender Händler hat neue Bücher aus London mitgebracht. Und da es zu 97% Regnen wird dachte ich mir…wie wärs wenn wir im Glasgarten uns hinsetzten und lesen?” Diese Frage war so typisch er. Merlin nickte.”Das ist eine gute Idee,das würde ich sehr gerne machen,Gowther.” Unbewusst hatte sie seinen Namen voller Zärtlichkeit ausgesprochen.

Kurz kam er näher,berührte ihre Wange und liess es dann.Manchmal hatte sie das Gefühl das ein hauch seiner Erinneru ngen zurückkehrte.Das gab ihr Hoffnung. Jedesmal neu.

“Dann komm,lass uns gehen.” sagte sie aufmunternd. Kurz an seinem Zimmer,nicht weit weg von dem ihren,hatte er das Buch geholt. Ein neuer gefeierter Versschmied aus London also. Eine Stadt die sie noch nicht gesehen hatte.

Auf dem Weg begannen erste Tropfen,so leise wie alle Tränen, niederzufallen,wie kostbare Perlen.

Gowther öffnete ihr ,dort angekommen,wie ein Ritter die Tür.Der Glasgarten war etwas neues und sehr kunstvoll. Glas hielt den Regen ab und ein Kohlebecken auf Drachenfüßen schenkte den seltenen Pflanzen die benötigte Wärme.

Auf dem Boden lagen mehrere breite und weiche Kissen parat. Hatte er das vorbereitet? Es war möglich aber nicht wahrscheinlich.

Er setzte sich an eine der tragenden kunstvoll verzierten Wände.Sie,aus alter Vertrautheit legte ihrem Oberkörper auf seine Knie. Wurde dann leicht rot und sah ihn fragend an.”Ist es ok für dich?” kam es über ihre Lippen. Kurz meinte Merlin hinter dem emotionslosen Blick etwas anderes vorbeihuschen zu sehen.

“Nein. Bleib ruhig so.Wenn es für dich angenehm ist,für mich ist es nicht unangenehm.”

Sie sah das Buch nun als er es aufschlug.Der Regen wurde stärker.Klopfte zum Schlag ihres Herzens mit als er vorlas :”Zwei Häuser in Verona,würdevoll, wohin als Szene unser Spiel euch bannt,erwecken neuen Streit aus altem Groll und Bürgerblut beflecket Bürgerhand.

Aus beider Feinde unheilvoller Schoß entspringt ein Liebespaar,unsternbedroht,und es begräbt ein jammervolles Los.”

Kurz hielt er inne. Merlin sah auf als sie einen Tropfen in ihrem Haar spürte. War das Glas etwa undicht?..Nein. Aus Gowthers Augen flossen zwei Tränen.Wortlos und dennoch ergriffen,strich sie ihm fort.”Liest du weiter? Es ist schön…”Sie traute sich nicht nachzufragen warum er weinte.

“Ich…rieche das Meer…Die Sterne über uns…”hörte sie ihn leise.

Nun setzte sie sich auf,nahm das Buch,schlug wahllos eine Seite auf,bettete seinen Kopf auf ihre Knie.”Alles gut…höre mir zu und denk nicht dran.”

Wie weh es tat das zu sagen…Dann fing sie an laut vorzulesen:” Des Sommers warmer Hauch kann diese Knospe der Liebe wohl entfalten,bis wir das nächste Mal uns wiedersehen.So gute Nacht! So süße Ruh und Frieden.”

Das Geräusch des Regens,seine ihr kostbaren Tränen und das Versprechen der Worte waren alles was sie in den Moment hatten.Und brauchten.