Im Park (Alltagsmärchen I)

Die Frau mit den schwarzen Rabenfedern saß an einem Kohlebecken,aus dem süß duftender Rauch nach Salbei und Lavendel die Luft reinigte.Sie saß ihrer Schülerin gegenüber.“Erzähl mir,was du erlebt hast,meine Tochter.Dadurch trittst du ein in den Kreis der Bardinnen und Geschichtenfrauen.Erzähle sie so,wie sie aus deinem Herzen kommt.“Die junge Frau legte sich einen grauen Mantel an,auf dem ein schwarzer Rabe und eine Eule zu sehen war.Kurz bat sie die Göttin der Inspiriation ,sowie die Götter des Windes um Beistand.Dann begann sie zu erzählen…

Die Woche war heiß und drückend gewesen.Alles litt unter der Hitze der Sonne,besonders das Land und die Tiere. Es waren anstrengende Tage gewesen,Tage die den Geist nicht ermutigen zu reisen.

Die junge Frau packte ihren Reisealtar in eine Tasche.In der Nacht hatte sie in einem Traum einen Ruf gehört.Nun war es an der Zeit,ihm zu folgen.Wie jedesmal ergriffen sie Ängste.Was würde sie da finden? Was hatte dorthin gerufen? Und konnte sie es schultern,was sie rief?

Ihr Freund holte sie ab und gemeinsam fuhren sie zum Krankenhaus.Es war ein Ort der jeden Menschen mit seiner eigenen Magie begrüßte.Mohn blühlte in zartem Blüten und doch knalligen Rot,Hopfen und Brennessel und in der Mitte,aus Wein und Rosen,erwartete sie das Labyrinth,das erst vor zwei Jahren angelegt war. Mit einem Kuss veranschiedete sie sich und begann,mit nackten Füßen,dem gewundenen,mit Torf bedeckten Pfaden entlang zu gehen.

In sich versunken kam ihr eine ältere Frau entgegen.“Es ist so schade das die Insekten fehlen.Ich musste einfach raus.Anscheinend ists bei mir was schlimmes.“Die Frau war blass und nervös.So wühlte sie in ihrer Tasche und fand einen Stein den sie mal woanders aufgelesen hatte.“Hier,nehmen sie das und halten sie sich daran fest,wenn die Angst sie aufressen will.“ Verwundert sah die ältere Frau in die Augen der jüngeren und was immer sie da erblickte,liess sie aus Dankbarkeit weinen.

Nun näherte sie sich dem Herz des Labyrinthes.Der Ort war ungleichmäßig rund,doch herrschte in ihm Stille wie in einem Hain.

Sie baute einen kleinen Kreis aus Steinen,legte drei gesammelte Blüten als Dank und begann zu singen :” Wir alle kommen von der Göttin,und zu ihr kehren wir zurück,wie ein Regentropfen der sich mit dem Meer vereint…”

Als die junge Frau geendet hatte hörte sie ein paar Raben schreien.In ihrem Ruf fand sie dle Antwort,die sie hergetrieben hatte.

Sie verliess in Stille das Labyrinth und berührte am Ausgang die schlafende Göttin im Stein.

Ende.

(Märchen und Bilder von mir selber geschrieben und geschossen).

Advertisements

Das Märchen vom Barden und der Weltenmusik

Märchen vom Barden und der Weltenmusik

Diese Geschichte vertraute mir eines Morgens der Gesang der Vögel an,ihr Lied trug dieses Gleichnis mit sich….

Es war zu einer Zeit,die war und noch ist,da war ein junger Mann in die Schule der Eichenkundigen eingetreten.

Er war sehr stolz auf sein Talent mit der Musik und ersann die schönsten Melodien zu Ehren der Natur und der vielgestaltigen Götter und Göttinnen .

Eines Morgens trat sein Lehrer zu ihm,setzte sich neben ihn in das weiche Moos und sah ihn offen in die Augen.

“Mein Junge,du hast hier viel bei uns gelernt und deine Musik ist eine gesegnete Kunst.Doch fehlt ihnen das Herz.Du schreibst sie nur vom Kopf her und so klingt es auch.Statisch.Mechanisch.”

Die Worte seines Lehrers entsetzten ihn. “Aber Meister ! Ich verbringe Stunden mit den alten Überlieferungen.Arbeite hart daran das jeder Ton zueinander passt.”

Der alte Meister lächelte traurig.”Das mein ich mein Junge.Hier wirst du nichts lernen.Du musst raus in die Welten und anwenden was du hier gelernt und dich wiedererinnert hast.”

Das liess den jungen Barden unglücklich werden.Sah er sich doch schon als vollendet und fertig an.Er wollte nicht hinaus in die Welt.Doch war es nicht in seinem Ermessen.

So fügte er sich zähneknirschend und mit Trutz im Herzen und verliess den Schule der Eichenkundigen einige Tage später.

Auf seinem Weg nahm er nur etwas Proviant ,sein Instrument und einen kleinen Beutel mit der seine für ihn magischen Gegenstände enthielt.

Es war Morgen und die ersten Gesänge der Vögel begleiteten seinen Aufbruch. Innere Unruhe quälte ihn und jede Meile fiel ihm schwer.Warum nur wurde er verstoßen? War alles was er gelernt hatte denn nichts?

Mit jedem Schritt wurden seine Gedanken leichter,den Sorgen schenkte er weniger Aufmerksamkeit.

Am Abend traf er auf die ersten Feiernden der Beltane-Nacht.Die Feuer und der Duft von essen und Met lockten ihn.

Die Feiernden hießen ihn in ihrer Mitte willkommen.Er erzählte wer er sei und von wo er käme.Sie tuschelten.Soso ein Meisterbarde wolle er sein der jede Melodie kenne.

“Dann spiel uns den Rhytmus der Erde und des Festes!” baten sie.Der Barde mit seinem Instrument bat um ein paar Momente der Sammlung.So ging er über und hörte nur,denn jedes Lied was er besaß war zu statisch…Und als er so hörte nahm er ihn war.Einen inneren Rhytmus von Blut und Körper,den Trommeln und der beginnenden Jahreszeit.Alles floss über..wild und ungezähmt.Wie die erste Liebe. So legte er sein Instrument zur Seite und begann die Trommeln zu schlagen.Erst tragend..dann immer wilder denn sein eigenes Ich und Körper wurde eins mit dem Ton..

Am nächsten Morgen dankten ihm die Feiernden mit Met und Brot.Die Hochstimmung legte sich bald und in Scham war er sauer auf sich selbst.Es gab Lieder in seinem Kopf die besser gewesen wären…

Grummelnd traf er dann auf einen anderen Druiden der mit einer Priesterin in einem Hain lebte.

Mit Freude wurde er aufgenommen denn sein Ruf war ihm vorausgeeilt. So aß der Barde mit ihnen von seinem Proviant.Als es dämmerte baten die beiden,die als Gefährten lebten,das er ein Märchen erzähle solle,das das große Ungesagte offenbarte.Ihm fiel nichts ein,solange er auch nachdachte.Als die ersten Sterne aufgingen begann die Priesterin eine Geschichte zu erzählen.Sie erzählte von Leid einer Mutter die verstoßen wurde durch ihre eigenen Kinder,die sie nicht mehr wahrnehmen konnten.Diese Geschichte rührte den Barden tief.Wie soviele andere auch versteifte er sich auf den Kopf.Auch er hatte die Mutter mit Füßen getreten.Wann hatte er aufgehört zu tanzen und zu singen? Sagen konnte er es nicht.Mit Tränen dankte er am nächsten Tag der Priesterin und dem Druidenbruder und zog weiter.

Aus den Begegnungen versuchte er ein Lied zu weben,doch schien noch etwas zu fehlen.Nur was? Wer?

So folgte der Barde seinem Weg ein drittes Mal.Nach einer Zeit kam er an einen heiligen Brunnen.Eine Beerdigung hatte daneben stattgefunden.Etwas Asche hatte sich auf den Wassern abgesetzt.Eine Witwe kam zu ihm.”Spiel mir ein Lied aus der Tiefe,der Anderswelt.”bat sie.

Der Barde versuchte alles was er erlebt hatte in Musik und Ton zu bringen.Mit dem Kopf gelang es ihm nicht.Ein Rabenschrei erinnerte ihn an alles was er verloren hatte.Den Zugang zu sich selbst,seiner eigenen Magie und den Gaben die er von der Göttin bekam. Über ihn rauschte der Wind,das Lied der Steine und des Wassers,vom Leben und Tod und Wiedergeburt.Von allem begleitet rief der Rabe seine Weisheit dazu und verwoben wurde alles zu einem Lied der Welten.

Nun hatte der Barde gefunden was er gesucht hatte.Es war so einfach und doch so schwer…Und nicht immer leicht.

So bedankte er sich bei der Witwe und auch den Raben,bei der Erde,dem Wind und dem Wasser. Fortan trug er das Lied der Welten in seinem Herzen und würde es nie wieder verlieren.

Ende.

(Märchen von mir)

Beltanemärchen ’19

Es war zu einer Zeit,die war und noch ist,da verwandelte der Frühling sich langsam in den Sommer. Die Sonne schien kräftiger und alles blühte,vom Korn zur Ähre,trug erste Frucht.

Ein junger Druide ging in den Wald.Sein Ziel waren die Beltanefeuer. Noch war er am Anfang und das Wissen der Alten sog er auf wie einen Schwamm.

Auf einer Lichtung,von den Feldern und Wäldern ungeben konnte er schon die Feier hören.Trommeln schlugen zum Rhytmus der Jahreszeit und seines Herzens. So stärkte er sich erstmal mit Wildbret und Met.Ein schönes Mädchen tanzte vor ihm..Ihre blasse Haut war erleuchtet vom warmen belebenden Schein.Ihr Haar schimmerte Kupferrot und um ihren Hals lag das Zeichen einer Priesterin.

Der junge Druide begann mit ihr zu tanzen.Ihre Seelen sprachen die uralte Sprache die von der Natur und den Göttern selber stammte.

Plötzlich entschwand sie ihm.Eine Frau vom alten Volk bat ihn zu sich.”Sie wurde erwählt und Du auch.Seid Teil einer Seele.Sie hat ihre Prüfung durch die Göttin,du durch die Götter.Lass dich weihen und jage den König des Waldes…Lass dich führen vom Land.”Der junge Mann war innerlich schockiert.Diese Rituale waren so weit weg von dem was er gelernt hatte.

Ein alter Mann mit tätowierten Hirschgeweihen in Blau rieb ihn mit einer Kräutersalbe ein.Sein Geist reiste in den Wald.Wurde eines mit dem Tieren dort…und fand den König.So lief er los,nur mit einem Speer bewaffnet.Die uralten Lieder erfüllten seinen Geist und eine Kraft,die nicht die seine war,seinen Körper. Der junge Druide wurde zum Hirsch und was im Herzen des Waldes geschah,das kennt nur er. Er kam zurück mit dem Zeichen das er die Einweihung bestanden hatte.Die Göttin erwartete ihm.Angetan mit heiligen Öl,Blumen.Der Halbmond schimmerte durch ihre ‘Verkleidung’.Der junge Druide gab sich ihr mit Respekt und Achtung hin.Verehrte Sie mit Wort und Tat.

Als er drei Tage später die Feuer verließ war er ein anderer geworden.

Ende.

Märchen von mir.

Das kleine Märchen vom immergrünen Bäumchen (Märchen aus der AndersWelt)

V.A.N.A (NB)

Mitten in einem unberührten Tal eines tiefen dichten Waldes,wo nie ein Mensch einen Fuß hineingesetzt hatte, wuchsen junge Baumschößlinge inmitten einer Lichtung wilder Kräuter.

Es war Frühling,die Zeit neuen Lebens,der Wiedergeburt und die Geister der Kräuter reckten sich.Sie betrachteten ihre Lichtung,für sie war das die Welt.Alles was diese Geister erblickten war ihres.Inmitten der Kräuter wuchsen seid ein paar Jahren kleine Bäume mit weichen Nadeln.

Doch gab es keinen Frieden auf der Lichtung,die doch beschützt war durch hohe Eichen und Efeu.

Das Efeu sah auf alle herab,obwohl es nur am Baum geduldet war.”Dieses Bäumchen ist kein Kraut.Es soll sich uns anpassen oder wir nehmen ihm Licht und Luft.”

Das Bäumchen schwieg.Die Worte der anderen Kräuter waren nicht viel anders.War es doch mit seinen Wurzeln in der Mutter Erde ruhend.

Es folgte der Sommer und die Kräuter verbreiteten ihren Duft.Die ersten Wildtiere kamen,Bären und Wildschweine und wälzten sich in den Kräutern bis ihre Stängel geknickt und die Wurzeln ausgerissen waren.Die Bienen sammelten den Nektar der kleinen Blüten des Bäumchens,in den Stöcken der Königinnen wurde der Nektar zu Honig.Eine Nahrung der Völker. Menschen sprachen dem Honig und dem Harz heilige Eigenschaften zu.

Auf den Sommer folgte der Herbst und die letzten neuen Kräuter verteilten ihren Duft.Wieder waren ihre Worte hämisch dem Bäumchen gegenüber.

“Du biegst dich nicht im Wind,was auch immer du bist,hoffentlich verblühst du bald.”

Das Bäumchen blieb stehen.Die Rinde wurde fester,die Wurzeln tiefer.Die Säfte zogen sich zurück.

Im Winter war das Bäumchen allein auf der Lichtung.Die Stille erfüllte alles. Bis eine Bärin zu ihm kam und sich an uhm rieb um seine Wunden mit den Harz zu versorgen.Eine Eule nahm in seiner Krone platz.

Und so endet das Märchen des kleinen Bäumchens.Es heißt das es noch immer auf der Lichtung wächst und größer wird und ein Ruhepunkt in dieser hektischen Welt ist.

Ende

(Märchen von mir)

Mondintaggedanken

Blick ins Buch…

Moin moin ihr Lieben,

wie war euer Wochenende?

Meines war soweit in Ordnung.Der Spaziergang am Wasser tat mir gut.

Und es zeigte mir das ich für manche Gruppen auf FB einfach nicht mehr passe.Ich kann und will nicht nur hübsche Bilder posten. Wenn ich ein Märchen Gruppengerecht kopiere etc und ich da eine Stunde investiere und es ist ‘zu lang’..dann bin ich da falsch.Dann gehe ich ohne Terz. Das andere mit mir gingen macht die Sache etwas pikant..für die Gruppe.

Gestern hab ich für 90cent ein richtig schönes Märchenbuch gefunden.Thema Verwandlungen.

Mal sehen wie die Woche wird.

hören: Kodô -Musik

lesen: Terry Pratchett,das Erbe des Zauberers.

Blessed be )0(

Vom Tee und der Teeschale (Zenmärchen)

Es war zu einer Zeit,die war und noch ist,da ging eine junge Schülerin zu ihrem Meister.Dieser lebte und arbeitete in einer Tontöpferei für Teeschalen. Der jungen Frau war das Herz vor Sorgen und Ängsten schwer als sie den Steinpfad durch den Pinienwald ging.Sie hatte keinen Sinn für das was sie umgab.

Das die Bäume ihre Sinne mit ihrem Duft und der Luft beruhigten.Die Steine ihr Halt gaben. All das sah sie nicht.Sie konnte nur den Schatten sehen,der ihr Leben einhüllte,wie ein Tuch. Auf dem Weg fand sie einen Fuchs vor,der in eine Falle geraten war.Das Tier sah sie mit bernsteinfarbenen Augen an und hatte mehr Seele als mancher Mensch.

“Tut mir Leid,ich kann dir nicht helfen.Du bist doch stark,hilf dir selbst.”Mit diesem Worten ging sie weiter und das Tier sah ihr hinterher. An der Hütte des Meisters angekommen erwartete er sie schon.”Komm ruhig her,kleine Kirschblüte,der Wald sagte mir das du kommen würdest.”

Vor dem Meister auf dem einfachen Brett aus Holz schwelte ein kleines Räucherstäbchen und eine unförmige große Schale drand da.Sie war wohl mal zerbrochen gewesen und ihre Sprünge waren mit Silber hervorgehoben. Der Meister begann kurz den Kamis zu danken,klatschte dreimal und begann der Frau einen Tee zubereiten.”Ich bin nicht hier um Tee zu trinken! Man sagt von euch das ihr einer der Meister seid,die mir helfen könnten.Ich bin unverschuldet arm geworden.Bitte ,helft mir!” Der zeitlose Meister lächelte geheimnissvoll.

“Erstmal eine Tasse Tee.” Mit einer respektvollen Haltung überreichte er ihr der jungen Frau die hässlich schöne Schale als sei sie eine verehrte Ahnin oder Göttin.Das machte sie noch unruhiger doch nahm sie die unregelmäßige Schale,die so unstet war wie ihr Leben,in ihre Hände und dankte.

In der Schale war der Tee wie der Schaum der kostbarsten Jade.Sie trank und spürte für ein paar Minuten das ewige Jetzt,die Geister,die Erde und ihre Möglichkeiten.Der Meister lächelte.”So,nun können wir reden.” Aus ihr sprudelten Worte und Ängste. Der Meister ging mit ihr,während sie sprachen zu einem Stein,der von einer weißen Papiergirlande als heilig markiert worden war.”Der Tee gab dir Ohren zu hören.Der Stein wird dich lehren zu sehen.” Damit verliess er sie,gab ihr aber zu verstehen wo er auf sie warten würde. Durch den Tee beruhigt dachte sie nach.Die Schale war kaputt.Nicht heil oder vollkommen.Sondern unregelmäßig.Geehrt durch das Silber.”

Etwas was kaputt ist kann nicht vollkommen sein.Mein Leben ist auch kaputt.Meine Seele am Abgrund.” erklärte die junge Frau dem Stein. Der Stein antwortete ihr mit Ruhe. Dann geschah etwas…Der Moment wurde ewig.Sie fühlte sich verbunden mit dem Stein,den Wurzeln des Waldes.Der Luft und der Feuchtigkeit.Es war alles was sie hatte. Als der Moment des Jetzt vorbei war kam sie zur Hütte zurück.”Der Stein hat dich gelehrt.Noch ein Tee?” Sie kniete sich hin und sah die Teezeremonie mit neuen Augen. Eine Füchsin kam hinzu.Es war das verletzte Tier. So kniete sie sich hin und teilte mit ihm Wärme und versorgte die Wunde.

“Wenn ich dich heile,heile ich mich und alle.”Der Meister lächelte.”Alles ist heilig.Und alles führt in die Ruhe.Lausche wann immer du kannst dem Jetzt wo du bist.” Die Frau kehrte heim und folgte dem Weg des Tees und der Natur. Die Füchsin wurde zu ihrer Gefährtin und wachte über sie.

Ende.

(verfasst von Nadine Böttcher/Veleda Alantia)

Begegnung mit der Göttin III

Regen peitschte wie die Gischt über das Land. Böen liessen die Menschen achtsamer und furchtsamer werden.

Inmitten dessen hetzte eine junge Frau zum Bus.Ihr Herz war schwer vom Sorgen und ihre Seele war in einer dunklen Nacht geraten.

So suchte sie schutz vor dem Sturm in einer Kirche.Wie immer mehr in dieser Zeit war sie nahezu verlassen.Im Dunkeln lag der Ort,der schon vor dem Christentum heilig war.

Leise ging sie zu dem Hauptaltar.Eine Maria sah auf sie hinab.Gekrönt mit dem Mond sah die junge Frau doch ein Anlitz der Göttin.

Sie entzündete mit einem innigen Gebet drei Kerzen.Ein kleiner Zauber,ein liebgewordenes Ritual.

Neben ihr spürte sie die Geister des Ortes.An diesem Ort war alle Zeit zugleich,wie auch unter den Schichten mehrere Wahrheiten ruhten.

Geliebte Mutter,schütze mich.Mein Herz weint Tränen der Angst und des Verlustes.Ich bitte um die Stärke der Erde,des erlösenden des Wassers,der inspiration der Luft und der Verwandlung des Feuers.Verlasst mich bitte nicht.”

Als sie zuende gesprochen hatte malte sie sich mit dem gesegneten Wasser den Erdstern auf ihre Stirn.Hinter sich spürte sie die Kraft und den Rückhalt der Ahnen und der Göttin. Mit Mut im Herzen stellte sie sich dem Sturm.

In ihr und außen von ihr.

Ende