Vom Tee und der Teeschale (Zenmärchen)

Es war zu einer Zeit,die war und noch ist,da ging eine junge Schülerin zu ihrem Meister.Dieser lebte und arbeitete in einer Tontöpferei für Teeschalen. Der jungen Frau war das Herz vor Sorgen und Ängsten schwer als sie den Steinpfad durch den Pinienwald ging.Sie hatte keinen Sinn für das was sie umgab.

Das die Bäume ihre Sinne mit ihrem Duft und der Luft beruhigten.Die Steine ihr Halt gaben. All das sah sie nicht.Sie konnte nur den Schatten sehen,der ihr Leben einhüllte,wie ein Tuch. Auf dem Weg fand sie einen Fuchs vor,der in eine Falle geraten war.Das Tier sah sie mit bernsteinfarbenen Augen an und hatte mehr Seele als mancher Mensch.

“Tut mir Leid,ich kann dir nicht helfen.Du bist doch stark,hilf dir selbst.”Mit diesem Worten ging sie weiter und das Tier sah ihr hinterher. An der Hütte des Meisters angekommen erwartete er sie schon.”Komm ruhig her,kleine Kirschblüte,der Wald sagte mir das du kommen würdest.”

Vor dem Meister auf dem einfachen Brett aus Holz schwelte ein kleines Räucherstäbchen und eine unförmige große Schale drand da.Sie war wohl mal zerbrochen gewesen und ihre Sprünge waren mit Silber hervorgehoben. Der Meister begann kurz den Kamis zu danken,klatschte dreimal und begann der Frau einen Tee zubereiten.”Ich bin nicht hier um Tee zu trinken! Man sagt von euch das ihr einer der Meister seid,die mir helfen könnten.Ich bin unverschuldet arm geworden.Bitte ,helft mir!” Der zeitlose Meister lächelte geheimnissvoll.

“Erstmal eine Tasse Tee.” Mit einer respektvollen Haltung überreichte er ihr der jungen Frau die hässlich schöne Schale als sei sie eine verehrte Ahnin oder Göttin.Das machte sie noch unruhiger doch nahm sie die unregelmäßige Schale,die so unstet war wie ihr Leben,in ihre Hände und dankte.

In der Schale war der Tee wie der Schaum der kostbarsten Jade.Sie trank und spürte für ein paar Minuten das ewige Jetzt,die Geister,die Erde und ihre Möglichkeiten.Der Meister lächelte.”So,nun können wir reden.” Aus ihr sprudelten Worte und Ängste. Der Meister ging mit ihr,während sie sprachen zu einem Stein,der von einer weißen Papiergirlande als heilig markiert worden war.”Der Tee gab dir Ohren zu hören.Der Stein wird dich lehren zu sehen.” Damit verliess er sie,gab ihr aber zu verstehen wo er auf sie warten würde. Durch den Tee beruhigt dachte sie nach.Die Schale war kaputt.Nicht heil oder vollkommen.Sondern unregelmäßig.Geehrt durch das Silber.”

Etwas was kaputt ist kann nicht vollkommen sein.Mein Leben ist auch kaputt.Meine Seele am Abgrund.” erklärte die junge Frau dem Stein. Der Stein antwortete ihr mit Ruhe. Dann geschah etwas…Der Moment wurde ewig.Sie fühlte sich verbunden mit dem Stein,den Wurzeln des Waldes.Der Luft und der Feuchtigkeit.Es war alles was sie hatte. Als der Moment des Jetzt vorbei war kam sie zur Hütte zurück.”Der Stein hat dich gelehrt.Noch ein Tee?” Sie kniete sich hin und sah die Teezeremonie mit neuen Augen. Eine Füchsin kam hinzu.Es war das verletzte Tier. So kniete sie sich hin und teilte mit ihm Wärme und versorgte die Wunde.

“Wenn ich dich heile,heile ich mich und alle.”Der Meister lächelte.”Alles ist heilig.Und alles führt in die Ruhe.Lausche wann immer du kannst dem Jetzt wo du bist.” Die Frau kehrte heim und folgte dem Weg des Tees und der Natur. Die Füchsin wurde zu ihrer Gefährtin und wachte über sie.

Ende.

(verfasst von Nadine Böttcher/Veleda Alantia)

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Begegnung mit der Göttin III

Regen peitschte wie die Gischt über das Land. Böen liessen die Menschen achtsamer und furchtsamer werden.

Inmitten dessen hetzte eine junge Frau zum Bus.Ihr Herz war schwer vom Sorgen und ihre Seele war in einer dunklen Nacht geraten.

So suchte sie schutz vor dem Sturm in einer Kirche.Wie immer mehr in dieser Zeit war sie nahezu verlassen.Im Dunkeln lag der Ort,der schon vor dem Christentum heilig war.

Leise ging sie zu dem Hauptaltar.Eine Maria sah auf sie hinab.Gekrönt mit dem Mond sah die junge Frau doch ein Anlitz der Göttin.

Sie entzündete mit einem innigen Gebet drei Kerzen.Ein kleiner Zauber,ein liebgewordenes Ritual.

Neben ihr spürte sie die Geister des Ortes.An diesem Ort war alle Zeit zugleich,wie auch unter den Schichten mehrere Wahrheiten ruhten.

Geliebte Mutter,schütze mich.Mein Herz weint Tränen der Angst und des Verlustes.Ich bitte um die Stärke der Erde,des erlösenden des Wassers,der inspiration der Luft und der Verwandlung des Feuers.Verlasst mich bitte nicht.”

Als sie zuende gesprochen hatte malte sie sich mit dem gesegneten Wasser den Erdstern auf ihre Stirn.Hinter sich spürte sie die Kraft und den Rückhalt der Ahnen und der Göttin. Mit Mut im Herzen stellte sie sich dem Sturm.

In ihr und außen von ihr.

Ende

Taranis’gedanken

Es ist jedesmal erheiternd wenn jemand meint ich könne mir irgendwas nicht vorstellen…Wenn man zum Boten wird und derjenige es ablehnt. Das wird nicht lange gut gehen…Aber derjenige nimmt es so an,mit allen Konsequenzen.Denke ich hab ihn zumindest im Bezug auf mich zum nachdenken gekriegt.

Mal sehen was heute der Tag bringt…Noch immer folge ich den spuren und heute hab ich ein wenig Geld um mir was zu gönnen (zwei Zeitschriften für die Fahrt).

hören : Ichiro ,Lin

lesen: Aleph

Blessed Be )0(

Siederintaggedanken

Manche Tage fließen dahin,wie einem Strom.Doch muss dieser nicht unbedingt aus Wasser sein.Man denke an die Zengärten.

Scheinbar ‘Tot’ doch innerlich singen und klingen sie. Und dann gibt es das was man gelernt hat,das bleibt wie einer der großen Steine stehen.Ruhig,ganz ln sich,unbeeindruckt vom äußeren.

Gestern kam ein Medizingedicht für meinen Freund durch (ich frag ihn ob ich es hier teilen kann) dabei fand ich einen ‘Räucherstein’.Ihn frage ich auch ob er heute mit möchte 🙂

Vorgestern bekam ich Post von der Inkasso ,den Brief hat mein Anwalt. Jetzt heißt es wieder warten,gedulden.Das zehrt.Im inneren.

Morgen fahr ich mit Freunden zum Spielabend…

Blessed be )0(

Von der Begegnung zwischen Frühling und Winter (Märchen aus Avalon VI)

Es war zu einer Zeit,als die Welten noch stärker miteinander verwoben waren,da ging die Frühlingsfrau allein über die Felder und Wälder.

Die Vögel waren ihre Gefährten und die jungen Tiere suchten Schutz in ihrem Mantel.

Die Zeit der Frühlingsfeier ,der Kerzen und Flammen,war vorrüber..Im Schnee blühten die ersten Krokusse und Schneeglöckchen. Es war eine fließende Zeit,weder hier noch dort.Im Gleichgewicht.

Als die Frühlingsfrau einen von Frost glitzernden Hain betrat fand sie dort sitztnd einen alten Mann vor,der verletzt schien und so die Hilfe der Götter oder ihrer Priesterinnen erhoffte.

So verwandelte die Göttin sich in eine menschliche Frau,verbarg ihre Göttlichkeit unter dem Gewand das ihre Priesterinnen zu tragen pflegt.

“Leidet ihr Schmerzen? Ich kann euch helfen,dazu bin ich hier.”sprach die junge Frau mit der Melodoe einer Nachtigall in ihrer Stimme.

Der Alte sah auf ,nickte stumm und setzte sich an den Altar und liess sich das Bein ansehen.Ein Pfeil steckte im Fleisch.

Als sie ihn berührte fühlte sie eine eisige Kälte,wie dem Tod unter einer Lawine in ihre Adern fließen. Rauhreif bedeckte ihre Lippen und Frostkristalle glitzerten in ihrem Haar.

“Das Du dich meiner animmst ,in Gestalt einer einfachen Frau…”sprach der Mann mit rauher,tiefer Stimme die an einen tiefen Wald im Winter erinnerte.

Die Göttin lächelte weise als sie die Pfeilspitze zog.”Helfe ich Dir,helfe ich doch mir.Wir beide sind eins.Gleich ganz in uns und doch zwei Teile.” Damit küsste sie die Wunde und der Gott genaß. So hinterliess sie in ihn einen Funken ihrer heilendem Wärme und nahm.von ihm einen Funken seines Zykluses von Leben und Wiedergeburt in sich auf.Es war ein heiliger Kuss.

Als sie ihre Gefährtinnen ,Baumhüterinnen und Sylphen fanden nahm sie wieder ihre wahre Gestalt an.

“Nur im Gleichgewicht sind wir komplett,auch wenn dies kein leichter Weg ist und er für jeden anders ist.”

So endete die Begegnung und die Schwestern und Schülerinnen sahen zur Dämmerung,wo sich das kühle Licht der Sterne mit den ersten Strahlen der Morgensonne vereinigte.

Ende

Wie Black Annis ihr schwarzes Gesicht bekam (Märchen aus Avalon)

Es war zu einer Zeit,als die Welt noch glücklicher war, da standen die Tore zu den Welten weit offen und jene,die die Worte der Macht kannten, konnten von der einen Welt mühelos in die andere gelangen. In einer Stadt lebte eine junge Frau.Ihr Weg bestimmte es ihr eine Zaunreiterin zu werden und so begann sie fleißig bei der Priesterin im Hag zu lernen.Dort erfuhr sie die Macht des Windes,der Steine und des Flusses.

Eines Tages zog Annis,so hieß die junge Frau wieder hinaus in die Welt um einer sterbenden Frau zu helfen.

Sie betrat das Haus mit einem Segen doch krächzte die Sterbende “Dein Segen ist hier nicht erwünscht!” Annis jedoch kam zum Bett,voller Mitgefühl ,war sie bestrebt ihren Dienst zutun.Dort zog sie ihren schützenden schwarzen Mantel aus.”Deine Kleider des Todes will ich hier nicht sehen!” schallte die Frau Annis zum zweiten Mal.

Doch fest im Vertrauen liess sich Annis nicht beirren.Sie entzündete eine heilige Kerze und rief den Segen der dunklen Mutter an und in das Haus und über die Sterbende.

“Deine Göttin ist hier nicht erwünscht! Geh mit meinem Fluch ,Rabenfrau,Todesfrau;Hexe!” Annis schluckte und liess die Kerze da.Sie hatte nichts getan um diesen Hass zu verdienen war sie doch nur dem Hilferuf der Familie gefolgt.

In ihrem Haus sah Annis in ihren schwarzen geweihten Spiegel und erkannte mit Schrecken das ihr Gesicht schwarz geworden war.Sie weinte bitterlich und versuchte ihr Gesicht frei zu bekommen.Weder Seife noch Salz halfen gegen das Schwarz.

So wurde sie im ganzen Land als Black Annis bekannt.

Als sie eines Tages zur blauen Stunde an einer heiligen Quelle saß,erschien die große Magierin und Göttin Cerridwen.An ihrer Seite war eine Wildschweinfähe mit ihren kleinen.”Mein Kind…Dein Leid schmerzt mich sehr.Verstoßen und gezeichnet bist Du,wie auch ich es bin.So höre was ich dir sage: Dein Schmerz ist nicht umsonst. In diesem Schmerz ist deine Kraft.Erkenne dich unter dieser Zeichnung.Erkenne dich an.Sei wer du bist,denen zum Trotz die dich nichr verstehen. Lerne in deiner Dunkelheit,in deinem Licht mit dem Wind zu tanzen.”

Diese Worte der göttlichen Magierin ermutigten die junge Frau.Sie fühlte sich gestärkt und getröstet und so dankte sie der Göttin mit einem Gesang der den Wind tanzen liess.

Annis war fortan als Black Annis bekannt,sie heilte und orakelte in Verbundenheit mit der Welt und den Welten hinter dem Nebel. Ihre Geschichte lebt fort in Sage und Lied.

Ende