Magischer Moment

Nachdem ich an deinem uralten ,vielgeliebten Anlitz meine Kerze mit all meiner Liebe entzündet habe,dem Gebet eines fremden Sohnes von dir gelauscht habe;ging ich hinaus auf dem Gartenplatz.

Setzte mich an Baum,der hier schon wachte als die Stadt noch jung war,deren Schützerin Du bist. An der Mauer gelehnt hörte ich den Gesang der Glocken,tief und im Steine hallend. Rauschend sangen die Blätter zum beständigen Lied des großen Brunnens,mitten im uralten,weiblichen,Herzen der geschäftigen und multikulturellen Stadt. In dem Moment trafen sich in mir die Himmel und die Erde,ich als Kind des Mysteriums,des Meersterns ,Mondenkönigin mit ihren myriaden Namen.

Devotional (ohne Flitter)

Leben was man lehrt,
Lehren was man lebt.

Danke an die Herrin vom See,
Danke an die Göttin in der Erde,mit dem Schlüsseln und Fackeln in der Hand.
Danke an die Vogelfrau,
den Stern des Meeres mit Lilie und Rosenperlen des Gebetes,
Danke an meine Ahnen,
Danke,Geister des Ortes meiner Heimat.

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Julsunlight(I)

Ehrendenkmal in Billerbeck (by NB (Veleda Alantia))

Das Licht ,das scheint in der dunkelsten Zeit,
bringt die Hoffnung,Kraft,Mut,Verstand,Vertrauen in unsere Zeit.
Erleuchtet unsere Schatten,
die hinter den Schleiern,
auf das wir sie verstehen,sie nähren,ansehen und erkennen,
so werden die Götter und Göttinnen,Ahnen und Geister uns bei unseren Namen nennen.
Lasst uns die Lichter entzünden,in unseren Herzen und unseren Taten,
in dieser dunkelsten Zeit des Jahres.

Wintermeditation

Wintermeditation

Ein Regentropfen landet vom Blatt des Strauches auf den Boden.
Gebettet zwischen Erde und Moos.
Die Kälte zeigt seine unregelmäßige Vollkommenheit.
Er ist nicht rund.
Spiegelt doch seine Umgebung.
Erinnert an einen Bergkristall,dem Stein der Energie.
Der Klarheit.
Sehen wir uns in ihm.
Als Kinder der Erde,
der Natur.
Der Göttin und Götter.
Spüren ihre Kraft als Erbe in uns.
Als Teil des Zykluses der uns alle einschliesst.

Samhainsegen

Wünsche all meinen Freunden,Weggefährten,Familie nah und Fern,
Schwestern und Brüdern eine ruhige,kraftvolle Zeit der Ahnen und der Schleier.
Mögen euch die Segen eurer Götter und Göttinnen,Ahnen und Geistern begleiten durch diese Zeit der Ruhe ,des in sich gehens.
Blessed be )0(

Tagesmantra

Eine kleine Affirmation und Erinnerung zum Samstag die ich gerne mit euch teilen möchte.

Was ist alles Magie?
Was nicht?
Das sind Fragen,die viele Bücher füllen und gefüllt haben.
Dabei liegt die Antwort in uns und auch in unserem Alltag.
‘Der ist doch gar nicht magisch.’,werden nun einige sagen.
Doch das stimmt nicht.
Überlegt was Rituale sein können oder sind.
Welche Schwellen sind da?
Welche Alltagsgegenstände wie zb Haustürschlüssel,kleine Glücksbringer?
Orte wie Friedhöfe,Dorfkirchen,Wälder,Straßenkreuzungen?
Niemand macht jeden Tag das volle Programm.
Magie ist so einfach und profund.
Sie ist Teil der Elemente draußen und in uns.
Doch das wichtigste :

Was gibt Dir Kraft?Was hilft dir die Verbindung zu halten?

Blessed be )0(

Karte aus dem #magicmantradeck #arsedition (Werbung,da selbst gekauft)

Das Märchen von der Steinsuppe

Es war die Zeit um Mabon. Eine ältere Frau,die Strähnen wie Silber zu einem Zopf gewoben,und ein junger Mann mit einer Harfe aus Eichenholz und silbernen Saiten kamen in das kleine Dorf,das umgeben war von einem tiefgrünen Wald und einem kleinen See. Sie waren wandernde Heiler und Priester,die die Zeichen des Himmels,aus Tarotkarten und Runen und der Natur zu lesen vermochten und die hatten Wissen über Kräuter.

Sie kamen von weit her und hatten bis auf ihre heilenden Steinhelfer,nur Wasser dabei.

So gingen sie zum ersten Bauernhof.Klopften an die Tür.

“Habt ihr Obdach und etwas zu essen für zwei Wanderer?Als Dank bieten wir euch unsere Dienste an.”

Der Bauer und seine Frau musterten die beiden.

Das Grau ihrer Mäntel war dreckig,von totem Herbstblättern begleitet.

“Nein,verschwindet von hier,ihr Bettler!”

rief er und warf madiges Brot nach ihnen .

Keuchend standen sie am Brunnen.

Das war vielleicht nur eine Außnahme.

Mit Hoffnung im Herzen versuchten sie es weiter.

Doch wurden sie von allen abgewiesen.

So suchten sie Rat in einer Meditation,und dem Beisein ihrer Götter.

Die Göttin des Mondes,der Wasser gab ihnen eine klare Sicht.

Der Herr der Wälder zeigte ihnen das Netz des Lebens in diesem Dorf.

Die Rabin und die Eule stärkten ihre Seelen und Gaben,um das zutun,was getan werden muss.

So konnten sie sehen wie selbstbessesen diese Menschen waren.Dauernd krank,trotz teurer Ärzte.

Die Traditionen vergessend,die alles Leben miteinander verband.

Sie dankten der Göttin und dem Gott für diese Sicht und die Runen und Karten bestätigten es.

So machten sie einen Plan um selber nicht zu verhungern,und um das Dorf zu heilen.

Sie stellten einen Kupferkessel auf und liessen im Wasser ihre Steingefährten mitkochen.

Der Sohn einer Bettlerin schlich sich an.

Der Druide bemerkte das.

Die Götter hatten ihnen den ersten Faden zum Netz des Dorfes gesandt.

“Was kocht ihr da? Da ist doch nichts.”

murrte er leise,hatte auf irgendwas spektakuläres gehofft.

“Dies mein Kleiner,ist eine magische Suppe.Je mehr man gibt,umso mehr bekommt man.”

Der Junge überlegte.

Er suchte in den Taschen seiner Hose und Hemd und legte eine zu drei gewachsene Haselnuss herein.

Der Druide lächelte.

“Von dieser Suppe bekommt jeder der mag.Und mit ihr wird dann auch was besonders passieren.Sage es nur allen weiter.”

Der Junge nickte und ging zurück.

Sagte seiner Mutter davon,die eine dicke Kartoffel brachte,diese sagte es einer Witwe,die ein paar getrocknete Würstchen vom Sommer reintat.

Diese sagte es der Frau des Arztes,die Kräuter brachte,die dem Bauern und so weiter.

Als die Suppe fertig war,kamen alle zum versprochenen Tag zusammen zum Hain.

Erstaunt wer alles da war und wer Anteil hatte.

Alle hatten eine eigene Suppenschüssel dabei.

Von Gold zu Holz,zu Keramik und Porzellan.

Die alte Priesterin sprach mit ein wenig theatralik einen Segen darüber.

Dann teilten sich alle die Suppe,die durch sie alle entstanden war.Die Menschen im Dorf sprachen das erste Mal seit Jahren miteinander.

So,durch die Magie der Suppe erwärmt,schlossen sich viele zusammen um einander zu helfen.

Manche traten nun auch an den Druiden und die Priesterin heran und baten um Rat oder Tat.

So hatte eine einfache Suppe aus Steinen,ein Dorf geheilt,Herzen geöffnet.

Ende

Septembermorgen

Des Herbsteskuss,ein kalter Hauch,
verabschiedet die Blumenmaid im dunkelroten Kleid,
nach altem Brauch.

Die Tage werden kühler.
Mabon naht.
Der König der Felder erwacht,
in dieser Zeit hat er die Macht.
Taucht alles in das Gold seiner Garben.
Nach und nach.
Auch wenn jetzt das Land zu trocken,liegt brach.
‘Seid dankbar’ ist der Spruch seines uralten Hauses.
Ernte ist seine Arbeit.
Haben wir vergessen…sind dafür bereit?

Manchmal…

Manchmal..sitze ich an meinen geliebten Fluss,spüre die Erde,Sonne,des Windes sanften Kuss.

Er kühlt die Stirn,von denken und Sorgen voll,das Herz so schwer, und sein Gesang und Gluckern,erinnern mich ans Meer.

Ich sitz dann einfach da,sehe Geschichten in den Wolken,lese oder schreibe,manchmal ist das alles,was ich mache an dieser Bleibe. Ich bleibe.Im Vertrauen.Übe das sehende Schauen. Lausche dem Lied der Welt,dessen Vielfalt die Schönheit der Einheit hält.Jede Stimme hat dort Sinn.Auch die Zeit und Ort wo und wie ich bin.Dies ist Zauber und Magie,und mit staunenden schauen und fühlen,vergeht sie nie.

(Text und Bild by me)