Lauschen der Natur

Naturwesen,

ich lausche euren Weisheiten.

Aus den Tiefen und den Himmelsweiten.


Hab Anteil am Lebenskreis,

vom Leben zu Leben.

Herz zu Herz und Raum geht meine Reis’.


Verwurzelt,

im Sturme tanzen,

verbrennen mit dem Feuer,

fliessend wie der Strom zum Meer.

Wenn das Leben wird schwer.

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Venus

Die Nacht wurde mir von der Göttin und den Geistern der Auftrag gegeben(ein neues Märchen reicht ja noch nicht…) ätherische Duftroller  zu machen.

Das Jahr der Venus am 21.3 (kalendarisch) wird das Jahr der Meeresgöttin die unter anderem Liebe (aller Arten,auch Selbstliebe!),Kraft und Geborgenheit wird. Leider fehlen mir ‘meerige’ Noten.

Enthalten sind vier ätherische Öle von Rose ,Lavendel,Ingwer und Kakao. Jetzt lasse ich sie ziehen und reifen..

Instant-Wege

Source :Facebook

Der folgende Denkanstoß schrieb ich vorhin in einer Schamanismusgruppe die ich mit betreue. Dahher ist der Fokus auf dem schamanischen Weg doch passt es auf viele Wege in Zeiten des Internetzes.
Instantschamanismus (und andere Instantwege…)
Aufgrund des Beitrages eines nun nicht mehr vorhandenen Gruppenmitglied starte ich mal ein neues Thema.
Grade in Zeiten von Facebook,Internet und Co meinen viele es genügt sich die Spiritualität zu kaufen.
Trommel da,Gewand dort ,Spirits im Vorbeigehen und fertig ist der Schamane/in.
Leider funktioniert das so nicht ! 

Jeder der alten Wege (und es ist egal ob Schamanismus,der nordische Weg,Hexentum ,oder eine naturreligiöse Priesterschaft , Kelten etc (hier Weg einfügen) ) verlangt mehr als ‘Ich hab gekauft/beigetreten macht mal!’.
Diese Wege zum ersten sucht man sich nicht aus.Die Geister,Götter ,Mutter Erde was auch immer sucht einen aus.
Und nicht immer (gar nicht so selten) erfordert es dunkle Wege zu gehen. Schamanische Reisen sind nicht nett und man betretet nie so die NAW.
Man gibt auch was. Sich selbst,Lebenszeit,Liebe und Hinhabe aber auch seine Ängste! 
Zudem erfordert es Lernen und Leben. Praxis! Es ist toll 45 Bücher zum Thema Pflanzen im Schrank zu haben,oder Rituale.. doch wenn man nie rausgeht in die Natur/Altar und MACHT ..dann ist es zu schade. 
Die Verbindungen zum Krafttier,den Ahnen und Geistern wollen regelmässig,nicht nur an Sonnenwenden,gelebt werden. Bei vielen die ich kenne und auch mir selbst ist mein Weg ein beständiger Teil meines Alltags.
Einige ,wennes ihr Weg ist,finden einen Lehrer/in auf ihrem Weg,manche gehen ihn allein. Doch auch da geht es nicht von heute auf morgen. Es muss wachsen. Das Leben ist die Schule und wie jedes ‘Handwerk’ muss es gut gelernt werden.

Das kostet wiederum Zeit…
Wie seht ihr es?

Wir sind… (~2015)

Wir sind die Alten,

Wir sind die Neuen.

Wir sind Wurzel,Stamm und Krone.

Wir wandeln auf vielen Pfaden und folgen alle den alten Weg.

Namen haben wir viele.

Hexe ,Priesterin,Seherin,Barde,Druide,Skalde,Krieger und Kriegerin,Schamaninnen und Schamanen .

Wir ehren Mutter Erde und die alten Götter am Altar in unserem Haus,im Hain,am Herd ,unter Busch und am Steinkreis,während unserer Arbeit und im Alltag.

Wir sind vertraut mit den Geistern des Ortes wo wir leben oder wo unsere Seele sich zuhause fühlt.

Wir sind offen zu erkennen oder arbeiten im geheimen.

Wir kennen die Welten des Lebenskreises oder Weltenbaumes.

Untere Welt,

Die unsere,

Und die Obere.

Tiere sind uns Vertraute und Familie.Die Elemente uns nah.

Wir fliegen im Geiste,nicht auf Besen,mit ihn reinigen wir und verwischen die Grenzen.

Wir sind da,

Vergessen nicht was geschah als die Scheiterhaufen brannten.

Wir heilen und verbinden was getrennt war.

Wir sind weiss,

Schwarz wie die Erde und Grau wie der Nebel.

Wir arbeiten einzeln und sind doch verbunden im Kreis.

Brüder und Schwestern,Freunde,Gefährten.

Familie.

Wir sind.

Semper.

MutterNacht 

In Stille gekleidet zünde ich inmitten des lauten und bunten eine Kerze an.

Gedenke den schweren dunklen Tagen,wo ich mich verloren fühlte.Allein gestellt.

Gedenke den schönen Tagen voller Verstehen,Zusammenhalt,Liebe. Vom über den Schatten hinaus wachsen.

Zünde das Rauchwerk an um die Geister des Jahres leise zu verabschieden. Und um die Mutter willkommen zu heißen.

Sie die an der Strassenecke wartet,mir die Mondäpfel zu kosten und einen Schluck aus der heiligen Quelle zu trinken gab. Die mich still und heimlich nie verlässt. Im Gewühl,Angst und schlechten Gefühlen.

Oh Wandelnde,Mondfrau und Erdenmutter ,sei willkommen. 


Vom Brunnen der Weisheit (Märchen aus dem Nebelreichen II)

Diese Geschichte vertrauten mir die Kristalle der Hünenpforte an während ich bei einer erneuten Seelenreise ihnen und dem Frieden,in Schatten und Licht, lauschte.Gwynn ap Nudd erzählte mir jene Teile denen er selber beigewohnt hatte,wachend in der Erde…

In den nebelverhangenen Ländern des Nordens ,wo Eis und Schnee das Leben zum verharren brachte ging ein einsamer Wanderer durch einen Birkenwald.Sein Gesicht war unter einer großen Kapuze verborgen. Ein Stab mit seltsamen Zeichen half ihm beim vorrankommen denn der Weg ins nächste Dorf war lang und beschwerlich.Kalt zerrten die Winterwinde an den Gewändern des Alten. Dort in der Ferne war eine kleine Stadt. Elektrisches Licht statt warmen tanzenden Feuer empfing ihn. 

Der Alte hielt Ausschau. Denn er hatte einen Grund weswegen er sich unter die Menschen wagte. Eine junge Frau suchte er die in ihrem inneren dem Schlüssel zu Mimirs Brunnen verwahrte. Und diese Frau musste er suchen. Das alte Wissen brauchte eine neue Form und Sprache. Eine Sprache die alles berühren vermochte. Eine magische Sprache.

So ging er durch die Straßen. Die neuen Schluchten der Menschen. Glatt geschliffen und gleichmachend. Doch wusste er das es hier Herzen gab die den Ruf der alten Wege und Götter gehört hatten und nach den Zyklen von Ebbe und Flut und dem Jahresrad lebten. Und diese Herzen anzuleiten und zu lieben war das kostbarste was es zutun gab für ihn und viele andere die so waren wie er. 

Der Regen verwandelte sich in Schnee und er dachte an Skadi. Diese mied bis heute die Menschen in Midgard oder offenbarte sich nur wenigen .

Während er so weiterging sandte er seine Gedanken aus. Irgendwo hier im betäubenden Licht musste jene junge Frau sein die bereit war die Prüfungen zu bestehen und den Brunnen der Weisheit wieder zu finden. Eine Tochter von Erde und Wasser und eine Tochter seines Geistes.Eine Wanderin zwischen den Welten.

Doch wo nur war sie….?

Eine junge Frau ging durch die Straßenschluchten ihrer Stadt. Alles wuselte,war laut.Sie suchte eher die Stille. So ging sie in eine Kirche ,wo sie immer die Energie der Göttin fühlen konnte. Stille hüllte sie ein. Ein Mann saß auf einer der Holzbänke.Bei sich trug er einen grossen Stab mit Runen verziert.Ein seltsamer Gegenstand..wobei ..auch nicht seltsamer als ihren Medizinbeutel den sie in ihrem Rucksack von Ort zu Ort trug. Der Alte sah sie an. Ein Auge voll unausprechlicher Traurigkeit und Tiefe. Das andere…nun es gab kein anderes. 

Statt Angst ging die junge Frau zu ihm hin.Setzte sich neben ihn. Ein Duft von Met und Feuern ging von ihm aus,von nassem Laub auch. “Tochter dich habe ich gesucht. Ich muss dich bitten etwas zu wagen was nur ich einmal wagte. Finde den Schlüssel zum Brunnen der Weisheit der tief verborgen an den Wurzeln des Weltenbaumes liegt.” Die junge Frau blickte ihn unerschrocken an auch wenn ihr Herz vor Angst bebte. Sie sollte das verbringen?  Wie? Sie war nur ein Mensch. Doch hier..an diesem Uralten Ort,wo die Kraft der Göttinnen aus der Erde in sie strömte ,fand sie in sich den Mut und sagte den fremden Einäuigen ja.

Er sagte ihr das er ihren Mut schätzte und das er sie nur bis ans erste Tor führen durfte. So nahm er ihre Hand und ging mit ihr zu einem kleinen Becken das die Form eines Auges hatte.

“Lass es einfach geschehen Tochter. Keine Angst. Auf der anderen Seite wirst du jene finden die dich solange begleiten.Von Leben zu leben.”Ein Rabenschrei von draussen und der Wanderer war fort. Bebend stand sie da. Das Becken schien grösser zu werden. Es wurde zu einem Tor und immer weiter bis sie ganz vom Wasser umgeben war.Sie erinnerte sich an die alten Sagen und sanft berührte das Wesen des Wassers ihr Herz.Sie fühlte.Floss mit dem Rhytmus des Mondes. In ihrem Bild spiegelten sich die Sterne. 

Plötzlich fühlte sie Wurzeln ind sie zog sich daran raus. Ein Hain erstreckte sich vor ihrem Blick. Über dem Wald standen die Sonne und der Mond. Unsicher ,aber voller Vertrauen ging sie vorwärts. Ein rascheln im Geäst.Ein wilder Duft.Hatte der Wanderer nichts von Verbündeten gesagt? “Helft mir…ich brauche euren Rat und Weisung.”flüsterte sie zu Sonne und Mond hinauf.

Und die Gestirne der Nacht und des Tages erhörten sie. Aus der Dunkelheit flog eine Eule auf sie zu,setzte sich vertrauensvoll auf ihre Schulter.”Lang habe ich auf dich gewartet. Du und Ich wir sind eins.Verbunden durch alle Zeit.”sagte sie mit einer Stimme die nur in ihrer Seele erklang.

Gemeinsam schritten sie durch den Wald. Bis sie in einer Waberlohe gefangen waren.Die Flammenwände waren wie ein Kreis um sie geschlossen. Über den beiden,Eule und Frau flog ein riesiger Schatten der landete. Augen wie Lava und Schuppen von Rubin und Schwarz .Ein Drache. Die junge Frau dachte nicht daran ihrer Angst zu erliegen. So blickte sie ihm ruhig in die Augen. 

“Grosser Drache,ich bitte dich ,hilf mir hier heraus.Ich kam nicht eigennützig hierher. Der graue Wanderer schickte mich auf Fahrt den Brunnen der Weisheit wieder zu finden.Bitte hilf uns und wir werden weiterziehen!”

Ihre Hände auf ihr Herz gelegt vergingen mehrere Minuten ehe der Herr des Feuers antwortete .Mit einer Stimme wie eine bronzene tiefe Glocke sprach er :” Ich habe dich geprüft Kind der Erde. Dein Wille und Herz ist rein. Du darfst dich Freundin der Drachen nennen und auf meinem Rücken bringe ich euch zur letzten Prüfung. Denn zwei habt ihr bereits erfüllt.” 

Die Lohe pustete er sanft aus und das Mädchen kletterte auf den Drachenrücken. Sie hielt sich voller Vertrauen fest.

Der Drache flog mit ihnen in eine Schlucht.Nur Dunkelheit und Stille herschte da.”Dies ist das Tal der Ängste das den Brunnen umschliesst.Gehe hindurch und egal was du siehst oder hörst,verlier nicht den Mut und sag kein Wort.”

Dann verschwand ihr neuer Freund und die junge Frau war mit Eule allein. Doch wusste sie instinktiv das der Drache und sein Feuer immer in ihrer Seele sein würden.Wie die Ruhe des Waldes…das fliessen des Wassers. So ging sie also hinein und völlige Schwärze umfing sie.

Bis die Stimmen wie in einem Sturm losbrachen. Stimmen die sie verhöhnten.Ihr hässliche Namen gaben. Das es sinnlos sei was sie tue und sie wertlos und hässlich sei.

All dies stürmte auf sie ein und sie biss sich auf die Lippen während sie sich auf den steinigen Boden sinken liess. 

Immer lauter dröhnte es und es sah aus als hätte sie aufgegeben. Doch sagte sie sich innerlich das sie den Schutz…die Weisheit…den Mut und die Kraft in sich hatte. So rappelte sie sich auf und ging weiter.Erhobenen Hauptes und mit Tränen in den Augen zwar doch stolz. Sie hatte es überstanden und würde alles überstehen.Ihr Ziel war klar.

Aus der Dunkelheit tauchten riesige Wurzeln auf. Und dadrin standen drei webende Frauen.

“Der Schlüssel zum Schloss ist erschienen. Durch die Prüfungen wurde sie geschmiedet. “ wisperten die verhüllten Göttinnen. Die erste wandte sich ihr zu.”Durch die Vergangenheit gegangen um den Mut zu finden.”

Die zweite sagte etwas gegenwärtiger.”Durch die Gegenwart gestärkt ist sie. Sie die Freundin der Drachen.”

Als die letzte sich zu ihr umdrehte klang ihre Stimme wie aus einem Grab.”Durch die Nacht ihrer eigenen Seele ist sie geschritten.”

Und sie sah das ein Brunnen da war. Das Wasser schwarz und ölig wirkend. Ranken wuchsen darum,vergifteten das Wasser. Mit der Kraft des Feuers in ihr zerschnitt sie es und der Baum des Lebens konnte zu Yule neue Blüten und Knospen tragen.

Etwas zog sie dann zurück und sie erwachte wieder in der Kirche,unter dem Bild der Göttin. Doch war sie innerlich verwandelt. Ab und zu begnete sie den Göttern und Göttinnen auf ihren Weg.

Ende