Im Garten der Göttin(III)

Blätterbaldachine in den unterschiedlichsten Grüntönen hiessen sie willkommen als sie die Augen aufschlug.

Der Duft von Flieder,weiß und Lila,Lilien und Salbei,Rosmarin und Thymian erfüllte die Luft. Brennesseln bildeten eine schützende Mauer vor den Blicken anderer.

Ein Mann in Grün kam zu ihr. “Komm;ich bringe dich zu deinen Schwestern,Schwester-Tochter.” sagte er und nahm ihre Hand. Er roch nach Baumharzen und Wild.

Sie kamen zu hochaufragenden Steinen. Dort in einer Höhle sassen um ein Feuer viele Frauen.

Auf Stäben waren Runen geritzt. Das Netz des Wyrd das gewoben wurde in Tat,Gesehenem und Gesang. Unsicher nahm sie einen Platz außerhalb des Kreises ein.

“Schwester,nimm den Platz ein der dir zusteht. Scheu mindert deine Kraft und damit die Kraft des Kreises.”

An den Wänden sah sie Zeichen.Uralt. Spiralen,Dreiecke. Die Runen. Wie als Erkennung hinter jeder Frau. Wo sollte sie sich hinsetzten?

Es war nur ein Platz noch frei. Algiz. Die Arme als Krone des Weltenbaumes erhoben. Dahin? ” Du richtest Yggdrassil auf. Setz dich Schwester,wir wollen beginnen.”

So tat die junge Frau es.

Es gab keine sichtbare Hierachie. Von uralten Gewänderm hin zu Jeans und Samt trugen die Frauen alles was ihnen gefiel.

Wir weben den Anfang in der Tiefe. Die Wurzeln von Baum und Stein. Erinnerungen an die grosse Mutter,die alten Mythen als Wiedergeburt ins Licht des Tages.”

Die Luft vibrierte,wurde greifbarer.Zauber und Magie,in jedem Körper und Seele begann zu glühen und zu leben.

Wir weben die Gegenwart. Das Jetzt. Unser Netz ist das Uraltneue . In den Städten und Dörfern,in den Straßen leuchtet Kenaz,die Fackel des Erkennens. Einander und Miteinander.”

Ein Ton,wie ein Herzschlag,dringt nun unter den Frauen hervor. Es ist wie das Pulsieren des Blutes. Dann schwillt es an und wird leiser.

“Wir sind die Zukunft. Asche und Flamme. Verdorrtes Blatt und Same für das nächste Jahr. Der Boden der Tiefsee,die schwarze Erde des Grabes aus dem neues Leben entsteht. Wir sind einzelne und doch ein Kreis.”

Würziger Duft von Beifuss und Salbei und Wachholder,holte sie in den Alltag zurück.

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Wochenrune

Diese Woche begrüßen wir Wunjo. Die Freude ,der gelungene Moment.

Wie oft fokusieren wir uns und unsere Gedanken nur auf das Schlechte?

Wie oft sind wir wie in einem Hamsterrad gefangen,verlieren den Glauben an unsere eigene Stärke und das wir ,wenn wir es anerkenen,von den Göttern und den Göttinnen gesegnet sind?

Da kann Wunjo helfen.

Sie ist der Moment,der losgelöst von den Zeiten existiert. Der Moment wo alles ineinander zu greifen scheint und der uns vorran bringt.

Sie ist freude über ein gelungenes Projekt.

Freundschaft und gemeinsam (be)wirken.

Sie ist nicht rational und ihr Glück kann uns überall treffen.

Wunjo ist das Zeichen auf dem Weg.

Doch kann sie auch zur Oberflächlichkeit werden. Vergessen wir nicht die Kraft unserer Tiefe und unseres Schattens.

Sei willkommen Wunjo.

Wochenrune

Diese Woche begrüßen wir die Kraft die aus der Not entsteht,der Mut aus dem Ver-Rücktem.

Nauthiz.

Für viele hat diese Rune das Stigma eine Unglücksrune zu sein.

Warum?

Sie zeigt auf wo in uns,unserem Leben und in unser Umgebung Not herrscht.

Auch die Grenze zum Todes von Körper und Seele und den hauchzarten Grenzbereichen zeigt sie. Die Tore in die untere Welt.

So kann Nauthiz ein Tor sein zu den Ahnen und unseren Verbündeten. Dort ist hell dunkel und dunkel hell.

Was in uns für eine Kraft liegt,mit der wir überleben und uns verwandeln müssen sehen wir erst wenn einiges was selbstverständlich scheint an Gehalt oder Substanz verliert.

Auch ist Nauthiz ein Tor zu den eigenen Schatten der Seelen. Mut gehört dazu die dunklen Götter und Göttinnen nicht nur anzusehen sondern zu umarmen, uns mit ihnen zu verbinden und gemeinsam stärker zu stehen.

Sie ist eine gnadenlose ehrliche Rune was ihr ‘Unglück’ erklärt.

Begrüssen wir also diese Woche ihre Kraft. Sei willkommen Nauthiz.

Wochenrune

Diese Woche begrüßen wir die Kraft von Aussaat und Ernte,vom Werden und Vergehen. Dem Kreislauf des Lebens.

Jera.

Diese Rune erinnert uns an den großen Kreislauf des Lebens. Alles hat seine Zeit. Noch immer muss gesät und geerntet werden. Die Methoden sind neu und nicht immer richtig ,doch ist der Ablauf und Zeitpunkt noch immer der gleiche.

Jera erinnert uns an diesen riesigen Kreislauf der auch in unserem Leben relevant ist.

Wir hetzten durch die Zeit anstatt uns mit ihren Rhytmen auseinanderzusetzten.

Gehen wir raus in die Natur zu den Fixpunkten des Jahreskreises,achten wir auf die Rhytmen unseres eigenen Körpers.

Wann ist zuviel Action und Tun und machen zuviel?

Wann ist es besser alles seinen Gang und Fluss zu lassen?

Wann sollten wir selber durch und belastentes Ausatmen? Diese Rune erinnert uns daran.

‘Das Gras wächst nicht schneller wenn man daran zieht’.

Das ist Jera .

Auf der Strasse (Begegnungen III)

Der Wind pfiff durch die grauen,wie eine Schnur angelegte,Strasse des Gewerbegebietes. Ein paar Bäume und etwas Wiesengrün auf dem wildes ,leicht fliederfarbenes Schaumkraut wuchs das sich im Wind wiegte,bildete eine abwechslung.

Es roch metallisch nach Regen und Gewitter. Kein gutes Zeichen um draußen rumzulaufen.

Doch brauchte die junge Frau abstand.Zuviele drangen auf sie ein.Wollten ein Stück von ihr.

Durch das graue Wolkenmeer,fast schwarz,brach ein Sonnenstrahl. Dann hörte sie das leise trommeln der schweren Regentropfen.

Unterschlupf fand sie unter einem Baum. Zurück gehen konnte sie eh nicht.

Während sie so da stand schien der Wind ihr was zuzuflüstern.

Ein seltsam zeitloser Mann stand neben ihr. Er trug einen dunkelgrauen Hoodie ,die Kapuze so tief übers Gesicht gezogen das ein Auge verdeckt blieb. Er roch nach Moos und Metall. Warmen Holz und Leinen.

“Ihr meckert beständig über das Leid. Seht nur dies den ganzen Tag. Fühlt euch einsam wo ihr es nicht seid.”Zwei Raben flogen krächzend über ihre Köpfe hinweg.Der Mann lächelte.

“Wir sind alle Wanderer.Jeden Tag. Für manche Weisheit und Wissen muss man etwas hergeben.Bequemlichkeit,Sicherheit…oder auch das eigene Bild von sich.”

Es donnerte und mehrere Äste fielen auf das Gras das die Wurzeln des schützenden Baumes bedeckte.

Raidho und Ansuz ,erschrack die Frau innerlich.

“Es gibt viele Welten. Doch eint sie alle der Stamm und die Wurzel.” Er lächelte sie an und laut riefen wieder die Raben.

Der unheimliche Mann,der graue Wanderer war verschwunden.Hatte er existiert?

Die Wolken klarten lang genug auf das sie sicher zurück fand.

Ende

Mondintaggedanken

Das Wetter ist grau.Warm und regnerisch.

Manchmal frage ich mich echt warum ich die Wochenrunen teile wenn man sich an einen Vergleich aufzieht.

Ich schrieb das Ansuz mit dem ‘Awen’-Begriff der keltischen Druiden vergleichbar ist. Prompt schreibt wer ‘Die historischen Druiden kannten die Runen nicht.’ Ich antwortete das ich es nur Vergleiche dann kam ‘Welche Druiden??’

Es ist leider nicht so schön rauszuklmüsern was jetzt wirklich keltisch und was ‘germanisch’ ist.

Meine Nerven waren mir dafür dann zu schade um darauf weiter einzugehen.

Der Tag wird jetzt hoffentlich besser…irgendwie.

-essen :Jasminreis mit Erdnussöl,Sesamsaat und Sojasauce

-hören : Song of the caged Bird,Lindsey Stirling.

-Ausserhalb der Norm : Male für den ‘impossible Astronautsday’ von Dr.Who and the Tardis.

Wochenrune

Diese Woche begrüssen wir die Rune des Wortes und der Inspiration,der Eingebung ,Kommunikation und der Verbindung in die Welten die uns umgeben.

Ansuz.

Sie ist das was die Druiden ‘Awen’ nennen,die Quelle der Inspiration.

Doch ist sie auch die Macht der Worte und der Magie.

Sie ist der Kanal auf dem wir Botschaften und Eingebungen bekommen.

Ihr zugeordnet ist die Luft als Element.

Doch können unsere Worte,so flüchtig verwendet Kraft sein. Aufbauen. Oder zerstören.

Zu oft wird mit der Macht der Worte und der Inspiration Schindluder getrieben.Worte und ihre Magie können binden oder lösen. Bannen oder zerstören.

Was sagen/schreiben wir?

Sind wir mit dem Quell des in uns liegenden Wissens verbunden?

Diese Rune ist ein Geschenk des grauen Wanderers und der Göttin Erde an uns. An all jene die Schreiben um die Welt wiederzuverzaubern.Oder um ihre Wahrheit eine Form zu geben.

Dies und noch viel mehr ist Ansuz.