Wochenkarte

Die Karte,die uns diese Woche inspirieren möchte klingt zu schön um wahr zu sein. Wie aus einem Märchen. Doch da jetzt auch noch das Jahr des Wasser-Hasen beginnt,ist sie vielleicht passender als wir meinen und denken. Die Neun der Kelche möchte uns an unsere wahren Wünsche erinnern. An das was zählt und wichtig ist. Und das ist nicht immer das was wir meinen. Noch dazu erinnert sie uns an den Erfolg den wir haben können,wenn wir das beste geben was wir können (ohne uns selbst zu vergessen und uns um uns zu kümmern). Über Ängste hinauszugehen. Sei willkommen ,Neun der Kelche )0( Rabentarot ,Deutung von mir.

Wochenkarte

Die Kraft,die uns diese Woche begleiten möchte,kommt aus der kleinen Arkana (den ‘kleinen Geheimnissen’ und aus dem feurigen Bereich der Stäbe. Dies sind Zwei der Stäbe. Diese Karte steht für unsere Kreativität und die Notwendigkeit,wenn wir etwas wirklich wollen(wahrer Wille),aus unserer Kompfortzone herauszutreten. Wie die Raben die Welt auf den Stäben balancieren,braucht es Gleichgewicht,Achtung und auch Kraft. Sei uns willkommen,Zwei der Stäbe )0( Rabentarot von MJ Cullinane ,Deutung von mir

Freitag der 13. (2020)

Gebet für den Freitag den 13. (2020)

Mögen heute all jene erkennen,das sie wichtig ,wertvoll und geliebt sind.

Du,Meeresgeborene,mit dem Mond an deiner Seite,den Schwingen des Raben und dem siebenmaligen Schleier der Mysterien.Erdenmutter und Initiator,die uns die Schlüssel zu den Mysterien gibt,höre mich.

Mögen sie vertrauen und Hoffnung haben,die Kraft der Erde spüren,wenn das eigene Bild zu wanken droht.Mögen ihre Tränen,die offenen und die geheimen,getrocknet werden.Möge Lachen und Hoffnung und Kraft und Stärke zu ihnen zurückkehren.

Mögen sie erkennen das sie Deine Kinder sind,vielgestaltige und vielnamige Mutter.Mögen sie den Weg finden ihre Schatten anzuerkennen,mit ihnen heilend zu tanzen,und nach vorn zu sehen.Du bist das Licht in der Finsternis.

Sende ihnen Zeichen über ihre Begleiter,Geister und Ahnen.Die Familie hält zusammen,wie ein Baum,der vom Sturm gepeitscht,sich biegt aber nicht bricht.

Mutter aus Stein und Meer,Quelle und Hain,Heiligtum in vielen Gestalten.An deinem Tag,bitte ich und danke dir mit ganzem Herz.

Blessed be )0(

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Die Sage vom Tee

Die Sage vom Tee

Es war zu einer Zeit,die einst war und noch ist,da gingen viele Krankheiten über die Inseln im Meer,die man Japan nennt.

Viele Heiler kamen und verkauften Pillen und Pülverchen,Tränke und andere Mittelchen die alles mögliche versprachen.Vieles sogar absurd. Doch schien der Verkauf und die Nachfrage den Heilern recht zu geben.

In den Städten waren sie bald hochgefragt und langsam erst rückte das alte Wissen in den Hintergrund,bestand eine Zeit,ehe es aus dem Bewusstsein verschwand.Was war nur das Geheimnis dieser Pillen? Sie mussten ja gut sein,waren sie doch sehr aufwendig aus Teilen der Natur entfremdet worden oder künstlich nachgemacht. So dachten sehr sehr viele Menschen.Doch nicht alle.In vielen regte sich ein anderes Denken.Ganzheitlicher.Wie die Bäume aus Wurzeln und Wipfeln bestehen und sich verzweigen.

Eine junge Frau machte sich auf dem Weg zu einer weisen Frau.Sie wohnte mitten in einer Stadt.Das allein war schon ein Wiederspruch, doch schien es sie zu rufen.So fand sie den Ort. In einer Seitengasse,so schmal wie der Gang eines Fuchses. Und es war so dunkel wie im Bauch der Erde wo alle gemeinsamkeiten und Mysterien von Leben und Tod und Wiedergeburt ruhen.

Angst und Zweifel krochen in ihr hoch.Sollte sie weiter? Oder aber war es nicht sinnlos? Was suchte sie denn? Antworten,die es nicht gab? Illusionen? Plötzlich riss sie etwas aus ihrem Gedanken.Ein kleines Klingeln.Wie von einem hellen Glöckchen.Sie sah sich um.Von woher kam es? Ihr Herz pochte wie ein Vogel im Käfig.Jetzt hatte sie die Wahl.Vorran ins Unbekannte oder zurückgehen und nichts würde sich verändern.

So ging sie weiter und es wurde immer dunkler,bis sie nichts mehr sehen konnte.Doch war da noch immer der Klang des Glöckchens.Beständig war es zu hören,wenn auch nicht zu sehen. Irgendwann hatte sie den tiefsten Punkt der Dunkelheit erreicht.Ihre Gedanken waren zu ihren Feinden geworden und zu ihrem größten Kritiker.Plötzlich kam Licht ins Dunkel.Blau und warm.So ging sie auf das Licht zu.Fand sich wieder in einer Waldlichtung.Ein rotschwarzes Geistertor,mit weißen Girlanden erwartete sie. Staunend wie ein Kind trat sie näher.War sie aus der Höhle raus? Als sie das Tor berührte,verstummten die Stimmen in ihrem Kopf. “Sei Willkommen.”sprach eine alte Frau.Sie war plötzlich erschienen und trug einen zerschlissenen Kimono mit Kordelmustern und einem Schlüsselbund mit einem Lochstein an der Hüfte.”Wer seid ihr? Und wo sind wir?”

Das liess die Alte lachen.

“Du bist da wo du sein musst um die Heilung zu finden.Du bist in einem Ort der Erde und zugleich in dir.” “Das..versteh ich nicht.” Die Alte kicherte.”Ihr seid nur noch Denkende.Zerdenkt euch anstatt was zutun.Komm,Kind.Ich helfe dir zu finden was du suchst.”

So folgte sie ihr und in der Höhle schien ein kleiner Garten zu sein.Duftende Moose und Bäume,eine kleine Quelle.

“Bevor ich dir helfe musst du sauber sein.”

Die junge Frau sah an sich herunter.’Ich bin doch sauber.”

“Tze,das denkst du.”murrte die Alte.Sah sie an,von oben bis unten.”Nein,bist du nicht.An und dir kleben viele Stimmen von anderen.Deren Erwartungen,Regeln..pah.Wir machen dich erstmal sauber.” Und sie verschwand in ihr rundes Häuschen am Torii und brachte eine Schüssel voller Schlamm zurück.

Erstaunt sah die Frau in die Schüssel.”Mit Schlamm soll ich mich waschen?” Die Alte seufzte.

“Das mein ich ! Auf dem Weg der Götter ist nichts so wie es erscheint.Die Erde gibt nicht nur,sie nimmt auch.Aber das habt ihr mit euren Pillen und Pulvern ja vergessen.”So nahm sie etwas nasse Erde und verteilte sie auf dem Punkten ihres Körpers.Sang in rauher,trauriger Art ein Lied.Die junge Frau geriet in leichte Trance.

“Was..tust du?”

“Ich reinige dich von den Stimmen der anderen.Den engen Regeln.”.Dann ging sie zum Kochfeuer in einer kleinen seperaten Ecke und kleidete sie in den würzigen Rauch.”Und das?”

“Das ist Wachholder.Eine kraftvolle Pflanze der Ahnen und der ersten Mutter.Es wird dir helfen.”

Der Duft hüllte sie wie ein Mantel aus flüchtigen;harzigen Nebelgespinstern ein.

Diese alte Frau redete in Rätseln.

Doch tat es gut.So genoss sie es.Liess sich das erste Mal treiben und konnte ihr Gedankenkarussel anhalten.

“So! Genug geträumt,vorerst!”lachte die Alte und es klang wie ein Schwarm Krähen. Verwirrt und ärgerlich sah die junge Frau diese seltsame,wirre Alte an.”Warum hast du mich rausgeholt?” “Pah…was nützen Träume ohne Handeln? Nein Kind.Das wahre Träumen ist mehr.Es entspringt an dem Ort in dir wo du immer zuhause bist,wo du all das findest was du brauchst um dein Leben zu leben.Aber..das wirst du noch verstehen wenn ich dich der mächtigen Heilerin und Pflanzengeist vorstelle.Doch dazu musst du bereit sein und das erfordert Demut und Geduld.”sprach sie mit einem dreckigen,fast zahnlosen grinsen.

Die junge Frau seufzte. “Geduld? Ich habe doch jetzt schon viel Zeit vergeudet. Bitte..ich bin hier für Medizin.” Die Alte schmunzelte.”Und wogegen?” “Gegen die Zeit,die Krankheit,die alle lähmt,gegen Gewalt..” “Stop ! Das ist genug,Mädchen. Ich bin nicht die Königinmutter des Westens mit ihren Pfirsichen. Meine Medizin ist..einfacher.” Verwirrt sah sie sie an.

“Wie..einfacher?” fragte die junge Frau. “Nicht überbordent. Nicht fest. Sie sind Teil der Erde und auch der anderen Welt. Nichts,dem eure Welt ein Label geben kann und eine Schublade. Das macht euch nähmlich krank. Alles feinsäuberlich trennen zu wollen.” Die junge Frau war frustiert. Genervt. Sie hatte die Zeit vergeudet,für nichts. So lief sie hinaus. Weg von der alten Frau.

Im inneren des Waldes fand sie einen Schrein. Eine Göttin in Buddhahaltung stand dort. Vor ihr lagen Gebetsketten,weiße Reiskuchen mit roten süßen Bohnen,Gestecke mit Blumen. In sich fand sie keine Worte der Anklage mehr. Sie hatte sie an die weise Frau im Wald verbraucht. So fand sie nur Ruhe und Stille und begann zu hören. Sie schloss die Augen und versank in dem Nichts des Momentes.

Als sie die Augen öffnete war vor ihr ein Mädchen. Es trug eine Fuchsmaske. In ihrer Hand eine unregelnäßige Schale und darin,im lebendigsten Grün von Wäldern und Jade,eine schaumige Flüssigkeit. Das Fuchsmädchen reichte ihr die Schale und sie trank in Demut. Das was war..wie es war. War gut. Sie war im Moment. “Danke..”flüsterte sie als sie aufsah. Das Fuchsmädchen war verschollen aber nicht die Schale. Das was sie hatte,war das was sie gesucht hatte. Sie entschuldigte sich bei ihrer Lehrerin und wurde gelehrt in den einfachen Wegen des Lebens.

Ende

Wochenkarte

Die Karte die uns diese Woche begleiten möchte ist eine vielgerufene. Alle brauchen wir sie. Doch ist sie nicht immer da. Die Göttinnen Themis,Morrighan und Maat sind mit dieser Kraft verbunden,die meist blind dargestellt wird. Gerechtigkeit. Diese hat in unserer Zeit meist staatliche Formen oder persönliche. Doch geht es auch immer um Maß. Um das richtige Handeln. So ist diese Kraft eine die uns fordert gerecht zu handeln. Für uns und unsere Umgebung. Das wir nicht hart und blind werden. Sei willkommen,Gerechtigkeit )0(

Neujahrsmorgen

Neujahrsmorgen

Stille in den Straßen,
in der Luft,
der Duft des Neuen.
Der vertriebenen Geister des alten Jahres.
Im warmen Regen seh ich vor mir auf dem Weg ,
Gebo.
Ich verstehe und fühle.
Das neue ist das Geschenk der Götter und Göttin.
Über mir ruft ein Rabe zur Antwort.
Ich lächle.

2022 ich lass dich gehen…

Winter Haiku

In der Stille
     spricht
der Atem der Welt.

    Der Tee in der Schale,
Ist bitter und süß.

Das ist eine der Wahrheiten,
       Im leeren Spiegel.

Doch mit dem Perlen der Rosen,
         spreche ich lautlos,
die Namen der Mutter Aller.
               Sie hört
                    und ich selbst
                                 bin die Antwort.

Haiku &Bild NB

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Wochenrune

Die Rune die uns diese Woche begleiten möchte mit ihrer Kraft ist eine überraschende. Die Kraft der Gabe,der Geschenke,der Gaben. Das ist Gebo. Sie ist nicht drehbar. So sind auch die Gaben die wir haben,erlernen,nicht weg machbar. Sie können verkümmern. Einschlafen. Doch nie ganz verschwinden. In diesen irren Zeiten,wo uns viel an Sicherheit genommen wird,können wir aber in uns und durch das Teilen und ausleben unserer Gaben,eine Form von Stabilität schaffen. Und dies kann viele,vor allem künstlerisch-magischer Art sein,wie genauso die Alltäglichen Gaben. Die kleinen leuchtenden Momente im Chaos. Der Duft von Glühwein,ein Flohmarktsfund,das gegenseitige Helfen und aneinander denken. All dies und mehr ist Gebo. So sei uns willkommen in dieser Zeit der Prüfungen. Blessed be )0( Runendeutung von mir.

Vom Getreide und der Schale (eine alte Mythe neu erzählt)

Von den Samenkörnen und der Schale (eine alte Mythe neu erzählt).

Es war zu einer Zeit,als die Göttinnen und Götter sich noch stärker unter die Menschen mischten.

Eine trauernde Frau in einem Mantel,das Anlitz verborgen unter einer tiefen Kapuze aus schwerer Wolle wanderte durch die Straßen.
Der Mantel schien ganz aus Trauer und Verlust zu bestehen,denn seine Farbe war die von Nacht und Nebel.
Er schien sie einzuhüllen und zu beschützen.
Schottete die Frau zugleich ab.
An ihrer Seite war eine kleine Sichel zu sehen,für jene,die mehr als nur mit ihren Augen sahen.

So ging sie vom Tempel zu Tempel.
Rief nach ihrer Tochter,die ihr ein für sie grausames Schicksal genommen hatte. Ihre Trauer brachte Kälte über das Land. Das Getreide wurde schwarz,die Erde weigerte sich Frucht zu tragen und zu reifen.
Die Götter und Göttinnen konnten ihr weder raten,noch reichten ihre Worte für Trost. Selbst die weiseste Göttin und die schönste von ihnen hatte es gesehen.

An einem verlassen wirkenden kleinen Schrein,den Seelen der Wanderer und Toten geweiht,wartete die einzige,die ihr Antwort geben konnte. Die schöne Älteste,geboren aus Chaos. “Meine liebe Freundin,ich sehe dein Leid. Doch höre. Deine Tochter wählte ihren Weg zur Unterwelt und verlor ihr Herz an den König der Toten.” Eisig war der Blick der anderen Göttin. Konnte und wollte nicht verstehen warum.”Sie erkannten sich als Seelenverwandte.” Das beruhigte die Mutter der Erde nicht. Im Gegenteil. Hatte dieser Mann ihr einfach das liebste entrissen ohne mit ihr zu reden? Was nahm dieser Gott sich heraus? Das er sich über sie stellte ?
“Danke dir,meine Freundin. Möge dein Licht meinen Weg in die untere Welt erhellen.”
Die weise Göttin der Hunde und Fackeln gab ihr einen kleinen Schlüssel aus Messing mit.”Nimm dies mit dir.Verschließe nicht dein Herz vor dem was in den Tiefen sich dir zeigt.”sprach die dunkle ältere Göttin. Ein Eulenruf liess die Mutter aufhorchen. Ihre Freundin und Trost ihrer dunklen Stunde war verschwunden.

Demeter kannte den Weg in die Tiefe.
Er war in einer alten Höhle verborgen,in dessen inneren ein Teil des Reichs der Anderswelt war. Den Fluss überquerte sie mittels ihrer Kraft,die sie,als sie den Boden der Toten betrat,verliess.
Sie fühlte sich immer schwächer und spürte das Alter ihrer Leben und Inkarnationen. So trat sie vor dem König und Richter. Er war ein jung aussehender Mann mit schwarzen Haar,in langen Locken bis auf die Schultern. Dunkle Rubine glitzerten in einem Reif aus dunkel emaillierten Metall.
“Ich grüße dich, Erdenmutter! Was führt dich zu mir?”
“Ich klage dich an! Du hast mein einziges Kind entführt!” Ihre Stimme klang alt und rau.
“Das ist nicht wahr.”erklang eine sanfte Stimme und ein Duft von Frühlingsblumen erfüllte den Trohnsaal.
Mit Tränen in den Augen umarmte Demeter ihr Kind.
“Persephone..komm mit nach Hause.”
Mit einem erwachsenen Blick voller Reife und Liebe,aber auch Trauer,schüttelte ihre Tochter den Kopf. “Nein Mutter. Wir teilten ein einvernehmliches Hochzeitsmahl. Zudem hab ich begonnen meinen Liebsten von einem alten Schmerz zu heilen.”
Demeter dämmerte es.
“Doch könntest du für ein halbes Jahr,jedes Jahr,bei deiner Mutter sein.”meinte der dunkle König.
Mit dankbaren Blick nahm Persephone dies an.
Und zusammen stieg sie mit ihrer großen Mutter als Mädchen des Korns zu unserer Welt hinauf.Die geheilte Wunde ihrer Mutter brachte den Frühling zurück.
Das Korn reifte.
Die Kräuter brachten Genesung zurück.
Und seitdem feiern wir die Jahreszeiten.
Aus Verstehen und der Liebe.
Die immer siegt.

Ende.